Ingo R. Hesse

Oh du gnädige ..

Der Kühlschrank so voll wie der Kleiderschrank.

Und auch noch ein Hunderter auf der Bank.

Die Freunde so weit, dass ich sie in der Nähe fühle.

Die Heizung besiegt leicht diese Weihnachtskühle.

 

Das Wetter ist trüb, hin und wieder fällt Regen,

Ich kann mich mal setzen, vielleicht auch legen.

Wenn ich will, kann ich gehen aber auch stehen

Und im Internet schmutzige Filme ansehen.

 

Mein liebster Nachbar trauert um seinen Sohn.

Ein anderer fliegt raus, Anfang Januar schon.

Dazu noch ist Krieg in sehr vielen Ländern,

Und niemand, auch ich ..kann das jemals ändern.

 

Irgendwo zwischen den Reichsten der Welt,

Und denen, die sich verkaufen für Geld,

Ist mein sehr privates Glück zu verstehen,

Doch jederzeit kann es auf- oder abwärts gehen.

 

Ich bin weder verliebt, jetzt in diesem Moment,

Noch liiert oder vor kurzem getrennt.

Ich bin demnach frei für das Glück jeder Art,

Von zärtlich gemütlich bis recht wild oder hart.

 

Wenn also gleich eine Nymphomanin erschiene,

Empfinge ich sie mit entspannt lächelnder Miene.

Doch statt einer sittsamen Weihnachts-Schönen

Würde ich lieber weiter der Einsamkeit frönen.

 

So sitze ich hier am sehr Heiligen Tag,

Und tue nur das was ich wirklich mag.

Ohne eine Fichte gemeuchelt zu haben,

Werd‘ ich mich am Abend am Bärenfang laben.

 

Ganz ohne Verpackung ist mein größtes Präsent,

Das man landläufig auch Zufriedenheit nennt.

 

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