Brigitte Waldner

Gefällt nicht, was das Christkind bringt.


Ein kleines Weihnachtsgeschenk
ist nicht genug für anspruchsvolle Leute.
Am 23. habe man das Geschenk erst gebracht,
benörgeln sie auch noch den Zeitpunkt.
Es gibt Menschen, die immer jammern,
wie übel es ihnen ergeht.
Geschenke wollen sie keine,
nur große Bargeldbeträge nehmen sie an.

Beschenkt man sie zu Weihnachten,
wird man rau zurückgewiesen,
wenn man ihnen kein Geld geben kann,
nur Lebkuchen, Kerze, Engel, Nussknacker,
Dekohäuschen mit niedlichem Zubehör.
Sie brechen den Kontakt ab,
unfähig, Geschenke anzunehmen.
Das Geld, Jahre zuvor, wiesen sie nicht ab.

Als Mutter einer Tochter mit Doktortitel,
mit ebensolchem Schwiegersohn,
vergisst so manches Wesen, woher es kam
und wohin es gehen wird.
Die Gier ist unendlich groß,
doch zu kleinlich der Mensch,
der sich nicht gönnt,
ein liebevolles Geschenk anzunehmen.

Kontakte werden abgebrochen,
nur wegen der Geschenke,
die nicht gefallen, den guten Ton
vergessend in Selbstgefälligkeit.
Man wird nie was rechtmachen:
In Nervenzusammenbrüchen Beschenkter
wird man angeschrien und bedroht,
vom Ehemann gerüffelt zu werden.

Ich habe es mehrmals versucht
und wurde immer zurückgewiesen.
Deshalb werde ich niemand mehr Gutes tun,
dann kann mir keiner was Schlechtes tun.
Es hat jeder Angst, man will ihm Böses,
nur weil man ein kleines Geschenk hinbringt.
Bei nicht exklusiven Geschenken 
wird durchgedreht und persönlich angegriffen.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

Foto: Handschriftlicher Zettel, den eine Beschenkte mir gestern zustellte,
als Beweis, dass es keinen Sinn hat, Notleidende vor Ort zu beschenken,
die ständig jammern, dass es ihnen so übel geht.

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