Aylin

Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin 2019

Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin 2019

 

Guten Abend, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen.

Wie jedes Jahr wollen wir gemeinsam, Sie und ich, auf das vergangene zurück blicken. Seit weit über einem Jahrzehnt ist das so. Ich gehöre dazu. Dazu wie die edle Glasspitze auf Ihrem Weihnachstbaum. Wie die alte Tante, die jedes Jahr die weiße Tischdecke bekleckert und die man doch immer wieder einlädt. Und dafür sage ich danke!

Unser Land ist eben ein Land, das für Kontinuität steht. Egal, ob meine Partei in den Wahlen enorm verliert oder gewinnt. Ich sehe, wie sehr Sie diese Verlässlichkeit schätzen.

Verlässlichkeit, das ist das Wort, das uns alle verbindet, Verlässlichkeit, das ist das, auf dem wir alle aufbauen. Unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unsere Gemeinwesen. Kein anderes Land in Europa gibt soviel im Haushalt für das Sozialwesen aus. Wir lassen niemanden hängen. Verlässlich bekommen unsre Bürger Harz Vier, Grundsicherung, Kitaplätze in Kitas mit bis zu 160 Kindern, unbefristete Arbeitsverträge und tariflose Minijobs - rechtlich abgesichert. Und darauf bin ich stolz. Denn wir haben das C im Namen und das verpflichtet.

Von manchen Bürgern hört man Klagen, diese nehmen wir sehr ernst, Doch durchschnittlich gesehen geht es jedem Bürger dieses Landes gut. Ausnahmen gibt es immer.

Und dafür sorgen wir, Ihre CDU mit unserem jeweiligen Koalitionspartner. Im Moment noch mit der SPD. Wir haben viel erreicht in diesem Jahr, denn wir haben immer das Ohr am Puls der Zeit. Junge Menschen, die sich bei uns engagieren, sind digital und ein Vorbild für die Internet-Welt. Ich sage nur Phillip Amtor. Erfahrene Menschen, die sich bei uns engagieren, gehen ganz neue Wege, ich sage nur Andreas Scheuer.

Oder Annegret Kramp-Karrenbauer, die ich, bevor sie meinen Posten übernimmt, mal zum Erlernen des Polit-Pokerfaces zur Bundeswehr geschickt habe. Ja, sie trägt das Herz auf der Zunge. Das könnte mir ja nie passieren und dennoch: Sie ist eine von uns, eine von Ihnen. Sie sehen, wir sind so volksnah wie nie UND: Wir tragen das C im Namen. Nie seit vor Kohl war die CDU so katholisch. Wir sind quasi der Black Rock in der Nordsee vor Friesland – quatsch, wie komm ich denn darauf, der Fels in der Brandung, wollte ich sagen.

Wir sind global und weltoffen. Deshalb haben unsere Regierungsbeamten so viele Dienstreisen wir noch nie in diesem Jahr absolviert. Obwohl unsere Kommunen noch immer über kaputte Straßen, Schulen und zu wenig Kitas klagen. Aber wir fliegen für Sie, liebe Bürger und Bürgerinnen, um das Thema Weltklima auszuloten, Verhandlungen zu führen und Wirtschaftsverträge auszuhandeln. Denn wir sind verlässlich. Und wir haben das C im Namen. Clever, catholisch und charismatisch.

Weil das so ist, mit dem C, nehmen wir diesmal auch die Flüchtlinge aus Lesbos NICHT. Es wären zwar viel weniger als damals in Ungarn, aber ich habe das Ohr am Puls meiner Bürger. Wir müssen diesmal eine europäische Lösung finden. Das Kreuz mit dem C ist der Haken. Ich weiß. Und an dem hängt unsere nächste Wahlprognose. Der Haken ist das Kreuz und verlässlich wie wir sind, haben wir versprochen: Rechts von uns soll es keine Partei geben.

Viele Wähler der AFD, die diesen Platz mit gutbürgerlicher Miene gerne einnehmen möchte, behaupten, jeder zweite, der ihnen in ihrer Großstadt entgegen kommt, sei ein Ausländer. Ich bin davon überzeugt, dass sie sich irren. Seien Sie also unbesorgt, denn mindestens sechzig Prozent davon haben einen deutschen Pass.

 

Nur gute Nachrichten also, meine lieben Bürger und Bürgerinnen, die uns froh und zuversichtlich in die Zukunft schauen lassen. Die Kriminalitätsstatistik ist gesunken, das Klimapaket ist beschlossen, die Kohlekumpel werden sozialverträglich abgefunden, die Grundrente kommt, die Koalition steht, die schwarze Null auch. Natürlich haben wir noch einiges zu tun, aber ich bin voller Zuversicht, dass wir das schaffen. Nee, das wollte ich doch nicht mehr sagen: Dass uns das gelingen wird.

In diesem Sinne lassen Sie uns diesen Silvesterabend voller Freude begehen und wenn Sie grade kein Geld haben, sich Lachs und Sekt zu kaufen, dann stoßen Sie einfach an mit Leitungswasser. Nicht nur das Wasser von Kölle is jut, sondern überall in Deutschland, denn Glyphosat wird schon in 2030 verboten. Dafür wird Julia Klöckner, unsere wunderbare Weinkönigin , äh, Landwirtschaftsministern, sorgen.

In diesem Sinne freuen wir uns alle auf ein sauberes, umweltfreundliches, digitales und soziales Jahr 2020.

Ich bin ja da und ich bleibe.
Ganz ganz herzliche Grüße in alle Ihre Wohnstuben.

Ihre Bundeskanzlerin.

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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