Horst Fleitmann

Lasst uns die Erde retten...

 

Es tut mir in der Seele weh
Wenn ich die Welt von heute seh‘.
Wie schön war's doch bei Schneeballschlachten
die früher wir im Winter machten.
Insekten fanden, jeder Art,
von furchtbar groß bis äußerst zart.

Kranwasser tranken literweise,
ganz ohne heut‘ge Warnhinweise.
In Flüssen schwammen ohne Groll
und niemand fragte was das soll.
Die Eltern sich (wie’s schien) vertrugen
vor ihren Mädels oder Buben.

Es war doch herrlich anzuschauen
man könnt‘ sich auf die Schenkel hauen.
Wenn man an seine Schulzeit denkt
war’s Freude pur und unbeschränkt…
Selbst wenn es hieß: Den Rohrstock holen...
und es ging ran an‘s Arschversohlen.

Hatte man eine Mark zur Hand
zog man HB und Stuyvesant
am Automaten gleich ums Eck.
Was nicht geraucht, kam ins Versteck.
Man fühlte sich am Folgetag
mit Zigaretten furchtbar stark.

Der Nachbarsgarten gab viel her
an Birnen, Äpfeln und auch mehr.
Auch gegen Kirschenklau und Beeren
konnten die Nachbarn sich nicht wehren.
Kam wer gerannt, uns zu erwischen,
war’n wir schon satt und weg inzwischen.

Und war die Schule mittags aus
gings auf dem schnellsten Weg nach Haus.
Danach hinaus… bis abends spielen.
Man musste nicht aufs Handy schielen
zu sehen ob wer online ist...
man traf sich ohne Date und Frist.

Ich finde es wird langsam Zeit
Dass alle Kinder und weltweit
ganz ohne Facebook und Whatsapp
oder den ganzen andren Dreck
nicht fremdgesteuert, ohne Kriege
aufwachsen können… nur mit Liebe.

Wenn jeder nun in seiner Welt
die er ja für die Beste hält
in seinem Umfeld auch mit Mut
das Seine dafür täglich tut,
sieht man bestimmt wie schnell es geht
und er stirbt nicht, unser Planet.

© Horst Fleitmann 31.12.2019

 

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