Brigitte Waldner

Nicht sehr charmant


Ein ganzes Jahr verging im Flug,
wo ich die Last der Räuber trug,
die mich verfolgen bis ins Grab,
dass ich nichts zu vererben hab.

Die Monster sind sehr adipös,
nicht im geringsten mal nervös,
bei Tag und Nacht zum Raub bereit,
die Gier macht sich bei ihnen breit.

Nach einem Jahr hat man kapiert,
dass man von mir nichts erben wird.
Verwandte wenden sich jetzt ab,
weil ich nichts mehr zu geben hab.

Sie öffnen mir nicht mehr die Tür,
Enttäuschung spricht aus ihrer Gier.
So ausgeplündert, wie ich bin,
darf ich nicht mehr zu ihnen hin.

Sie stellten mir ein Zetterl zu,
„sie wollen von mir bitte Ruh!“
Das Zetterl dreht sich in der Hand,
davon wird es auch nicht charmant.

Zu mir kommt keiner mehr als Gast,
da jeder diese Räuber hasst,
doch lange bleib ich nicht allein,
die Räuber dringen wieder ein.

Die Kiwarei kommt nicht herbei,
da sie doch sehr befangen sei,
Das finde ich nicht sehr charmant,
das Zetterl dreht sich in der Hand.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

Das Foto ist vom 31.12.2019 und zeigt Räuber- und Opferhaus in den Kreisen von hinten, Ostseite, von wo nur die nächsten Nachbarn rauben können, da ein anderer dort nicht Zutritt hat. Allerdings kommen die Räuber auch von vorne, und aus allen Richtungen, aber es sind immer dieselben. Ich habe sie oft genug erwischt dabei.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Mit dem Schreiben und Dichten, ist das so eine Sache.So war ich oft der Meinung, nur lyrisch Schreiben zu können, falls ich mich in einem annähernd, seelischen Gleichgewicht befände, erkannte aber bald die Unrichtigkeit dieser Hypothese.Wichtig allein, war der Mut des Eintauchens.Das Eins werden mit dem kollektiven Fluss des Ganzen. Meine Gedanken, zärtlich zu Papier gebrachten Gefühle,schöpfte ich stets aus diesem Fluss.

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