Horst Fleitmann

Zukunft?

Leute, ihr müsst fest euch halten,
denn ich möcht‘ gereimt berichten,
euch „natürlich“ unterhalten,
was ihr in Natur könnt sichten.
Setzen wir einmal voraus,
dass, wie alles hier auf Erden,
von Giraffe bis zur Maus,
von der Mücke bis zu Pferden

und vom Farn bis hin zu Bäumen
alles lebt, wächst und gedeiht,
sich vermehrt in seinen Räumen
und am Leben sich erfreut.
Recht werdet ihr mir wohl geben
wenn ich sag‘, dass alles Werden
nur geschieht, wenn in ihm Leben
sich entwickelt hier auf Erden.

Denn was lebt, wird allen nützen,
weil es Teil des Ganzen ist. 
Folglich müssen wir es schützen:
Rigoros und ohne Frist.
Ganz am Anfang waren Moose,
die den Weg für andre Arten
vorbereiten bis zur Rose.
Sie erfreut uns heut' im Garten.

Auch seit vierhundert Millionen
Jahren gibt es schon Insekten,
die als frühzeitliche Drohnen
gut bestäubten und auch schmeckten
Sauriern und Salamandern,
wie im Meer den vielen Fischen,
Vögeln und noch vielen andern
Lebewesen, die dazwischen.

Wir, als letzte aller Arten,
die sich evolutionierte,
konnten es wohl nicht erwarten,
dass die Erde kollabierte.
Bäume, Vögel und Insekten,
in die (nach Milliarden Jahren,
wie die Menschen hier entdeckten)
erstmals Leben war gefahren,
 
werden grad von uns vernichtet,
Tiere werden ausgerottet,
Wälder fürchterlich gelichtet.
Alles Leben wird verspottet.
Traurig, dass nicht nur vereinzelt
Menschen sich so völlig offen
überall in jedem Umfeld
Glück durch Untergang erhoffen.

Irgendwann kippt bald das Leben
und, was wir jetzt Arten nennen,
wird es dann wohl kaum noch geben.
Vielfalt? Nicht mehr zu erkennen
Man wird später einmal lesen,
dass kein Platz für Menschenarten
auf dem Erdball mehr gewesen:
Niemand bleibt... auch nicht die Harten
 
© Horst Fleitmann 2020

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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