Thomas Breu

Igelgedicht

Ein Igelgedicht

 

Jedes Jahr aufs Neue,

wenn die Bäume ihre Blätter warfen,

wenn der kalte Ostwind kam,

wenn die Sonne ihre Strahlen, nur noch selten durch die Wipfel warf.

Ein kleiner Igel tief im Walde, hastig aber wohlgemut, ein Bett aus Ästen, Laub und Moos,

für den lange Schlaf sich schuf.

 

Jedes Jahr aufs Neue,

noch eh der erste Schnee sich zeigt,

noch eh der Frost sein eisig Kleid, über die Natur er neigt,

noch eh die Winterstille legt sich sorgsam über Wald und Flur.

Ein kleiner Igel tief im Walde, sich wohlig in sein Bettchen schmiegt,

die Äuglein schließt und träumt im nu.

 

Jedes Jahr aufs Neue,

wenn er träumt von Sommerwiesen,

wenn er träumt vom Sternenzelt,

wenn er träumt von fernen Ländern, Inseln die vom Meer umspült, von Nächten warm wie wohlig Moos,

der Traum sein kleines Igelherz erhellt.

 

Jedes Jahr aufs Neue,

träumt er dann Tag aus Tag ein,

jedes Jahr aufs Neue,

der Winter kommt und wieder geht,

jedes Jahr aufs Neue,

sein Traum, doch bald schon in Erfüllung geht.

 

Thomas Breu ©

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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