Wilhelm Braisch

Lotto Fieber

Nicht dass ich’s nicht hätte – das große "Los"...
Leben, mit viel Geld in der Tasche – sorglos.
Doch ich habe Angst und zwar vorm Gewinn.
Ich kann das erklären, denn – da ist was drin!

Stellen sie sich mal vor… wenn sie gewinnen
und die guten alten Freundschaften - zerrinnen!
Nichts, aber gar nichts bleibt mehr beim Alten,
denn die „Verlierer“ können dann nicht mithalten!

Ich wollte mal spielen, und spielte in’ Gedanken
Doch immer wieder stieß ich auf – Schranken...
Nächte fuhr ich hoch - man könnt es nicht glauben;
zitternd, schweißgebadet und mit gläsernen Augen.

Dachte, was soll’s? Die Zeit wird’s schon verwehen,
das böse Fieber wird dann – von selbst weggehen.
Weit gefehlt! Im Schlaf… Schreie: „Ich bin Reich“!!!
Die Alte schnauzt: greif’n Lappen, es legt sich gleich!

In der Früh, greif ich zur Zeitung – Gewohnheit halt.
Das Frühstück bleibt liegen, und der Kaffe wird kalt...
Man titelt: „Millionen Lothar“. Ach du Heiliger Vater!
Im Nebenzimmer telefoniert meine Frau mim Psychiater.

Frühschicht, vor der Drehbank – Gedanken die bohren
und schweben auf den Wolken – mim Wind verloren...
über Inseln und Yachten – der Reichen. Oh wie toll!
Überlege ernsthaft, ob ich meine Alte mitnehmen soll?!

Ich kündige die Arbeit fristlos und renne drauflos
zum Kiosk an der Ecke und kauf mir ein Los…
Mein Konto ist fünfstellig – daher viel zu klein
da gehen doch die Millionen überhaupt nicht rein!?

Das Schicksal meinte es gut – mein Traum wurde wahr;
ich hatte sechs Richtige, Zusatz-, und Superzahl sogar.
Schafkopf oder Monopoly – Überraschungen lieb ich,
doch dies… ist zu groß, mir wird heiß und schwindlig…

Einen Schock kriege ich und mich trifft der Schlag,
als ich schwankend zur Bank ging, am nächsten Tag.
Mein Zorn zerreißt’ s Los – mein Gesicht wutverzerrt…
als ich am Schalter erfahre - dass mein Konto gesperrt.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Braisch).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Braisch auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Wilhelm Braisch:

cover

Klares Bild II: Gedachter Unsinn von Wilhelm Braisch



Gedankengänge und Gemütsbewegungen der besonderen Art - in Versform.

Texte die zum Nachdenken anregen. Emotionsgeladene Selbstreflexionen die, einem etwas tiefer wie, unter die Haut gehen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Das Leben" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Wilhelm Braisch

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Geld, viel Geld von Wilhelm Braisch (Ironisches)
Das Gerücht von Bernd Rosarius (Das Leben)
ICH BIN DANN MAL WEG.... von Christine Wolny (Autobiografisches)