August Sonnenfisch

Ihr seid das Licht der Welt!





Ihr seid das Licht der Welt!
 


In den Eichen
wispert der Wind, in den Eichen,
die die Blätter nicht
lassen. In ihren
raunenden Zweigen
haust heut allein der Wind:
das himmelische Kind.
Im Schützen und Steinbock ein
ebenso eisiger
wie weiser Gesell!

Die Sonne steht dicht über
den Dächern und im
frühen Abend
schon mitternächtlich
tief: lugt als
Besuch nur noch ins Land.

Lang fallen die Schatten.
Da werden Menschen
zu Giganten,
Hütten zu Palästen.

Nordische Winde streichen
über die ruhenden
Wiesen und Felder:
über die vom Nähren und Tragen
nunmehr Erschöpften
streichen sie hin.

Doch Durchblick gewähren
jetzt Bäume
und Sträucher:
Durchblick zum Himmel!

Und das Christfest singt uns vom
Bethlehem-Stern
im Menschen:
diesem göttlichen Licht in
dir und in mir -
wie in den
Urgründen der Welt!

Doch setzt der Mensch sein Licht
auf den Leuchter
in seinem Haupt
oder in das
Verlies seiner Egomanie?


*

In den Eichen, die die Blätter
nicht lassen,
wispert der Wind:
"Menschenkinder hätten
die Wahl!"


Respondiert im Kräherwald
eine Krähe:
"Gott schuf den Menschen
ihm zum Bilde,
zum je besonderen Bilde
der Götter

modellierte er ihn!"

Der Schöpfergott in
ihm selbst

wie in den Himmeln!

Applaudiert der Windeswind, das
himmelische Kind,
in den Blättern:
"Leuchter, Leuchter -
auf
den
Leuchter

mit dem
göttlichen Licht!"

 

 

 

 

(c) August Sonnenfisch, Öschelbronn,
1. Dezember 2002 ff


Siehe dazu auch das Sonnenfischgedicht:
"O Sole mio -
die Sonne in dir und in mir!"
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ADVENTUS DOMINI:
die Ankunft eines antiken Herrschers und die damit
verbundene Zeremonie.
Die typische Adventus-Darstellung
zeigt den Kaiser auf einem Pferd reitend
und mit einem erhobenen Arm grüßend,
während der andere Arm
einen Zepter hält als Symbol der kaiserlichen Macht. -

Die antike Form des Einzuges
mit der gottgleichen Darstellung des Imperators
stand Pate für die mittelalterliche mediale Symbolik.
Der mythische Ursprung aber liegt
im Triumph des Gottes DIONYSOS
im antiken Griechenland,
der jeweils im Frühjahr gefeiert wurde.
Im Laufe der Zeit trat die dionysische Komponente
zu Gunsten der militärischen
Machtkomponente zurück.
.............................

DIE ADVENTSZEIT
Die ursprüngliche kirchlich-christliche Adventszeit
der "Alten Kirche" (bis ca. 500)
war eine achtwöchige Zeit mit 40 Fastentagen
und währte vom Martinstag (11. November)
bis 6. Januar (ursprünglich der Tag des Weihnachtsfestes).
Doch im Jahre 1570
wurde dann als Schlussakte eines langen Prozesses
eine vierwöchige Adventszeit festgelegt.
Die Ostkirche und das Erzbistumm Milano jedoch
begehen weiterhin einen sechswöchigen Advent.

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DAS GÖTTLICHE LICHT IN UNS
Für gewöhnlich steht das göttliche Licht in uns unter einem Scheffel:
der Zeus in uns, der
Buddha in uns,
der Zarathustra in uns,
der Christus in uns!
"Unter einem Scheffel" - was könnte das heißen?
- Wir lassen uns mitnichten führen
von dem Bethlehemstern in uns!


Siehe dazu das Licht-Leuchter-Scheffel-Gleichnis
des Jesus von Nazareth
bei Matthäus 5, Markus 4 oder Lukas 8.
(wobei der "Scheffel" ein uraltes Hohlmaß ist
​​​​​mit einem Volumen zwischen 50 und 222 Litern -
ein Maß inbesondere für Getreide.
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DIE GOTTEESEBENBILDLICHKEIT
Das Zitat über die Gottes-Ebenbildlichkeit
des Menschen:
siehe in Genesis 1, Vers 27.
 
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