Adalbert Nagele

Ein guter Fang

Früher ging ich gerne aus,
um zu kommen aus dem Haus;
suchte manch Lokale auf
und war immer bestens drauf.

Sah mich gerne nach den Frauen um,
viele hübsche trieben sich dort rum;
wollte sie zu mir her weisen,
um als Mann mich zu beweisen.

Oftmals fischte ich im Trüben,
wär es anders, müsst ich lügen;
jedoch einmal warf ich Netze aus,
fischte ei der Daus, 'ne Schönheit raus.

Diese Frau, sie war ein Schrei,
küsste mich bis nachts um Drei;
ich wollt's nicht glauben, mir stand der Sinn,
jedoch außer Küssen war nichts drin.

Sie hat mich geküsst ganz wunderbar,
strich mit ihren Händen mir durchs Haar;
war noch eine schöne Zeit lang hier,
und sie schenkte ihre Liebe mir.

Niemals wieder hab ich sie gesehn,
mit dem letzten Kuss ließ ich sie gehn;
denk bis heute noch daran,
wie dies Liebesspiel begann.


© Adalbert Nagele

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