Karl-Konrad Knooshood

Da die Welt 'hohl' ist...

 

Nun, da ich gewahr,

dass die Welt hohl und leer im Seelchen war,

nun, da mir klar,

welch Unbill ich unwillig gebar,

spürte ich die Gefahr,

als ich den Himmel berührte,

und 's die Kehle mir verschnürte,

in den Abgrund führte,

spürte ich, wie schwächlich ich, vergänglich,

und im Hamsterrad lebenslänglich,

schlich, was beträchtlich verächtlich mich werden ließ,

 

Als der Zynismus mich verstieß,

und ein scharfer Wind des Wandels blies,

stürzte ich ins Erkenntnisverlies,

"nicht im Handel erhältlich", das mich verdrießt,

Je mehr man,

je weiter man,

schreitet voran,

desto enger verschließt,

sich das Tor,

je länger man weilt und wartet,

je später man zu keilen startet,

desto eher tritt der Mist hervor,

desto näher kommt der Tod empor,

 

Nun, da die Welt hohl ist – und ohne Substanz,

nun, da des Himmels Ende ich fand,

raubte es mir Seel' und Verstand…




(07.01.2020)


Mir ist bewusst, dass die Welt, zumindest die ERDE, natürlich NICHT hohl ist. Die Hohlwelt-Theorie ist
eben das: eine Theorie.
Zum Titel inspirierte mich der poetische Titel der 1968 entstandenen STAR TREK (THE ORIGINAL
SERIES)-Episode (Folge 8 der dritten Staffel, zu Deutsch hieß sie banal "Der verirrte Planet") "For The
World Is Hollow And I Have Touched The Sky". Ein wenig musste ich auch an die BEE GEES denken, die
ich als sehr, sehr, sehr kleines Kind auf Audiokassette im Rekorder und Autoradio meiner Eltern hören
und schätzen lernen durfte, an deren Song "World" (heutzutage hat man natürlich ein aktuelleres Best-Of,
auf dem auch die späteren Erfolge drauf sind, natürlich auf CD, manche streamen leider), in dem sie
folgendes Sensationelles feststellen: "Now I've found, that the world is ROUND" - Boah ey, welch eine
Erkenntnis! Bahnbrechend. Ein schöner Song.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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