Michael Reißig

Gezwungen zu warten

Das endlose Warten tut dir weh
Wie eine eisige Nacht im Schnee
Trotz kalter Angst am Lebensfaden
Kann fernes Licht dein Herz beladen


Wer zu oft unter dem Messer lag
Denkt zurück an manchen Schicksalsschlag
Und die Uhren bleiben einfach steh'n
Uns're Erde wird sich weiterdreh'n


Dein Herz, es schreit nach wahrem Glück
Der Tumor nimmt sich ein weit'res Stück
Die geballte Angst schlägt auf mein Herz
Wie ein Kälteschock in mildem März




 

Anmerkung meinerseits:
Mein "Glücksstern" musste fast ein halbes Jahr, nachdem ihre Fachärztin sie zu einer
Darmspiegelung überwiesen hatte, fast ein halbes Jahr auf diesen Termin warten. Bei
ihr wurde ein etwa drei Zentimeter größer Polyp ausfindig gemacht, wobei im Inneren
des Polypen sich ein Tumor eingenistet hat. Ende November erfolgte die
Darmspiegelung, ihre Einweisung ins Krankenhaus konnte jedoch wegen mangelnder
Kapazitäten erst am 15. 1.20 erfolgen. Eine Woche im Krankenhaus liegen jedoch nun
hinter ihr. Morgen wird sie jedoch nach umfassenden medizinischen Begutachtungen
vorläufig entlassen. Nach jetzigem Stand ist die Entfernung des operative Entfernung
des Polypen für den 3. 2 20 vorgesehen. Und da erhoffen wir uns, dass der im Inneren
des Polypen "grinsende" Tumor sich in dieser erneuten Wartezeit wenigstens mal
eine Wachstumspause gönnt! Mit diesem Gedicht möchte ich auf dieses dringlich
Problem unseres Gesundheitssystems aufmerksam machen. Nach meinem Dafür
halten müssten diese Spiegelungen zeitnah erfolgen, um Gefahr für Leib und Leben
rechtzeitig zu erkennen und zu bannen! Bei mir konnte übrigens der Polyp noch
rechtzeitig erfolgen, weil mein Hausarzt auf dem Überweisungsformular die
Dringlichkeit der Darmspiegelung angezeigt hatte!
Michael Reißig, Anmerkung zum Gedicht

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