Horst Werner Bracker

Zwiegespräch mit dem schwarzen Eichhörnchen

Zwiegespräch mit dem schwarzen Eichhörnchen
 
Ballade
 
Schnee hat sich über Stadt und Land gelegt
Das gestrige Grün ist wie hinweggefegt
Ein eisiger Wind weht allerorten –
Die Menschen sprechen mit leisen Worten
Grad so, als glaubten sie, der Speichel gefröre
Ein offener Mund,- Väterchen Frost empöre.
Meine eignen Fußspuren laufen mir hinterher
Der Schneefall wird dichter, sehe sie nicht mehr.
Es ist, als stünde ich, in Reglosigkeit verharrend
Und in die weiße unendliche Ödnis starrend.
Ein schwarzes Eichhörnchen läuft auf mich zu
Fragt, „Hallo, mein großer Freund!“ wo warst du?
Ich habe dich im Wald gesucht, nicht gefunden
Habe oft an dich gedacht, an die schönen Stunden
Die wir im Wald mit schönen Gesprächen zugebracht
Wir haben diskutiert, über die Not der Natur, nachgedacht.
Pläne geschmiedet, wie der Natur wohl zu helfen sei.
Aus ernsthaften Diskussionen, wurde tiefgründige Plauderei
Das akute Thema, war viele, viele Jahrzehnte alt, -
Ja, die Schadbilder in der Natur summieren sich geballt
Zu den katastrophalen Schadbildern, der, schönen, Natur!
Wie lange, blecherne Lindwürmer, rund um die Uhr
Wälzen sich Lastwagen und Pkw. durch die Lande.
Als sei hierzulande der Mittelpunkt der Euro Auto Karawane.
Das schwarze Eichhörnchen kletterte an mich empor
Und rückte dicht heran an mein rot gefrorenes Ohr.
Es kuschelte sich dicht heran, sein warmer Atem, sein Fell, -
Ich hörte es sagen, seine Sprache, so urteilsfähig, professionell
„Was die Menschen Gott nennen, ist die allumfassende Natur!“
Die Gott-Natur töten? Ihr könnt sie schädigen, die Struktur!
Ihr könnt aus dem Erdball eine Baumlose Wüste machen, -
Es ist noch nicht zu spät, es bilden sich die ersten Mahnwachen!
Erst Greta, dann Tausende Kinder erheben ihre Stimme,“ Stopp!“
„Oh Gott, was macht ihr nur!“ Ihr zerstört die Natur! Stoppt den Mopp!
Denkt an die deutschen Dichter und Denker, schützt, ehrt die Natur“
Schütz die herrlichen Wälder, die Heide, ihr habt diese „Eine nur!“
Das Schwarze Eichhörnchen schaut mich ins Gesicht, in die Augen:
„Ich sehe Tränen!“, mein Freund! Hörst du das gurren der Tauben?
Sie Tauben weinen nie, denn sie kennen keine schweren Gedanken.
Die Leichtigkeit ihres Seins, sind ihre Flügel, - sie wollen ranken. –
Hochhinaus, über allen Gipfeln, Bergen, bis ins Himmelsblau, -
Wo der Wind, die Luft so rein ist, wie der göttliche Morgentau!“
Doch schau, der Abend küssst schon die dunkle Winternacht!
Komm wieder, - schreibe über das, was getan werden muss!
Das werde ich tun!
(25.01.2020) E Storie.de

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