Karl-Konrad Knooshood

Auf der Kippe (harte Arbeit) (working at the trash dump)

 

Leicht angelehnt an: "Car Wash" von ROSE ROYCE, 1976

 

 

Ohohohooowooow!,

Nun, wahnsinnig wohlhabend,

wirst du wohl nicht werden damit,

doch es ist einigermaßen lebenslabend,

kannst du vertragen ein bisschen viel Mief,

 

Working at the trash-dump,

Working on a garbage truck,

It's hard work but it's real life,

Garbage,

Celebrate, it's a truly good feeling!,

Garbage, yeah!,

 

Manchmal mag es schwer schon anmuten,

muss man morgens früh sich sputen,

aus den Federn weich ins Schwer-Heben-Reich,

tausende Tonnen, jeden Tag, jede Jahreszeit,

 

At the garbage truck,

Working on a garbage truck, yeah,

You can like, enjoy it,

Garbage truck,

Sometimes may annoy it,

Garbage truck,

 

Tonnenstemmen, in den Wagen klemmen, den ganzen Tag,

Tonnen heben, so in den Wagen schweben,

Tonnen wuchten, aus den Tonnenbuchten,

Tonnen voller Müll – auf den Truck, zack – und zack, zack, zack,

ganz fix, ganz nach Schnelligkeit, ganz mein Geschmack…,

 

Gut, es duftet nicht GUCCI-himmelgleich, Odeur,

doch es ist was für den Profi, Connaisseur,

vorn am Müllwagensteuer, der Chauffeur, hinten der Tonnen-Regisseur,

 

Garbage truck,

Working on a garbage truck, man!,

Garbage truck,

Driving to the damn trash-dump,

Garbage truck,

Gathering the garbage, pick it up,

(This is the) Garbage track, man!,

Garbage truck,

Sucking fucking garbage truck,

Garbage trunk,

 

Und vom Müll Tonnen voll mit Müll-Tonnen,

bei Wind und Wetter, Wolken, Sonnen,

voll aufs Bewegungspensum kommen,

eh der Tag im Nichts verglommen,

Working hard (not hardly) at the garbage-dump…


(24.07.2016)


Meine lange Abstinenz von über einer Woche erklärt sich durch die vielen anstehenden
Prüfungen/Klausuren im Rahmen meines Studiums. Ich komme mir albern vor, bin ich doch mittlerweile
der Ansicht, dass es im fortschreitenden Alter Zeitverschwendung war, sich auf große Karriere zu stürzen
wie ein Verhungernder aufs Schnitzel. Es ist viel zu verarbeiten, Tode, Verluste und mittlerweile die
Fragestellung, ob nicht eine geregelte Vollzeittätigkeit, wenn auch eine Art Maloche, besser wäre als sich
noch jahrelang durch die akademische Welt zu quälen, die einem nur noch fern liegt und einem immer
befremdlicher vorkommt, jedenfalls geht's mir so. Es stehen definitiv Veränderungen an 2020, ob ins
Positive oder Negative - das ist egal. Es wird halt anders, ich beiß mich durch wie jedes Lebewesen,
letztlich ist es eine Frage der Überzeugung(en), was man draus macht.

Zum Gedicht: Es ist eine Parodie oder Übertragung des Liedes "Car Wash", das für kitschige Animiert-
Filme von DISNEY vor einigen Jahren erneut eingesungen wurde. Im Original beschreibt ROSE ROYCE
alias GWEN DICKEY die Härte eines sehr mies bezahlten Jobs in der Autowaschanlage (wie sperrig unsre
Sprache doch im Vergleich zum Englischen doch ist, doch dafür liebe ich sie ja). Ich münze es um in
meine Vorstellung von der harten Arbeit der Müllmänner, die dafür jedoch - im Vergleich zu einem
Autowaschanlagenmitarbeiter - fürstlich verdienen, für einen zwar ungelernten aber durchaus reizvollen
Job. Nun, man muss sich körperlich sehr anstrengen, das ist bei den meisten "normalen" Jobs so, ohne
die es schwierig(er) wäre, eine Gesellschaft aufrechtzuerhalten und betreiben. Nun, so komisch es
klingen mag: Letztgenanntes ist mein alter Traumberuf, mit den armen Autowaschanlagenmitarbeitern
möchte ich nicht gern tauschen (neulich waren wir noch dort und haben das Auto gewaschen)... Mal
sehen, wie es weitergeht. Als großen Professor sehe ich mich ohnehin nicht, jetzt sind wieder
Semesterferien, da schaue ich dann, ob es mir besser geht damit.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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