Stefanie Vietor

Scherben

Ich steh da und schau auf den Haufen an Scherben. Da liegt es, unser Glück. Glaub, so fühlt es sich an zu sterben. Was ist nur mit uns passiert? Ich finde keine Worte, kann kaum mehr atmen, will dich umarmen, kann's kaum ertragen, dich zu verlieren und ich weiß: Es wird passieren!!!

Muss weiter machen und ich weiß nicht wie. Seh alles durch nen Schleier, über mir kreisen die Geier. Wie kann eine Liebe, die scheinbar so wertvoll war, so plötzlich vorbei sein? Ich kann's nicht analysieren, wills auch nicht riskieren, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, kann nicht mehr stehen, ich schwanke, mir wird schwindelig. Mein Leben dreht sich im Kreis, ich steh auf dünnem Eis, höre mich atmen und kann diese Stille kaum mehr ertragen....

Ich steh da und schau auf den Haufen an Scherben. Da liegt es unser Glück, glaub, so fühlt es sich an zu sterben. Was ist nur mit uns passiert? Ich finde keine Worte, kann kaum mehr atmen, will dich umarmen, kann's kaum ertragen, dich zu verlieren und ich weiß: Es wird passieren!!!

Hätte nie gedacht, dass ich für jemanden jemals so empfinden kann wie für dich. Du warst alles für mich! Mich selbst hatte ich längst nicht mehr im Blick, zu groß war der Traum von unserem gemeinsamen Glück. Ich wollte mit aller Macht  daran festhalten, auch wenn ich längst wusste: Wir werden fallen....

Ich steh da und schau auf den Haufen an Scherben. Da liegt es unser Glück, glaub, so fühlt es sich an zu sterben. Was ist nur mit uns passiert? Ich finde keine Worte, kann kaum mehr atmen, will dich umarmen, kann's kaum ertragen, dich zu verlieren und ich weiß: Es wird passieren!!!

Deine schöne Hülle hat deine Hässlichkeit so wunderbar überspielt, ich war wie hypnotisiert. Freunde sagten, mein Lachen ist nicht mehr echt, doch ich habs nicht verstanden, fühlte mich wie gefangen. Ich hing an dir wie an unsichtbaren Fäden, ließ alles los, was mir so wichtig war im Leben.
Und dann kam der Tag, an dem ich endlich verstand: Du bist nicht der, der du vorgibst zu sein! Wenn's drauf ankommt, lässt du mich allein...

Ich steh da und schau auf den Haufen an Scherben. Da liegt es unser Glück, glaub, so fühlt es sich an zu sterben. Ich finde keine Worte, kann kaum mehr atmen, will dich umarmen, kann's kaum ertragen, dich zu verlieren und ich weiß: Es wird passieren!!!

Ich werde dir niemals vertrauen können. Diese Erkenntnis tat so unglaublich weh, aber Familie und Freunde waren da, endlich waren sie mir wieder nah.
Endlich war dieser Schleier weg, endlich sah ich alles ganz klar. Keine Angst mehr vor dem was kommt. Ich kann wieder lachen und das Leben genießen. Die Liebe wird kommen. Ich gehe wieder liebevoll mit mir um, lauf Schritt für Schritt weiter, bin bereit für ein neues Kapitel und bin gespannt auf den Titel.... 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die letzte Unterrichtsstunde war zu Ende, das Wochenende stand bevor. Studienrat Edmund Konrad strebte frohgemut auf seinen blauen Polo zu. Hinterm Scheibenwischer steckte der Werbeflyer eines Brautausstatters, und indem er das Blatt entfernte, fiel ihm beim Anblick des Models im weißen Schleier siedend heiß ein, daß sich heute sein Hochzeitstag zum fünften Mal wiederholte.
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