Wolfgang Scholmanns

Fritzchens Sonnenmütze

Seit Tagen liegt in seinem Zimmer
der kleine Fritz, mit viel Gewimmer.
Die Grippe hat ihn arg geplagt
draußen zu spielen ihm versagt.


Doch heute macht zur Morgenzeit,
bei Fritzchen sich die Hoffnung breit.
Er spürt, als er am Fenster steht,
dass es ihm merklich besser geht.

Als bald die Mutter ihn so sah,
war sie voll Freude, „wunderbar“,
zärtlich umarmt sie ihren Sohn:
„Komm raus, die Sonne wartet schon.“

Nun kam die Frage, kindlich schwer,
„Wo kommt denn nur die Sonne her.
Ob jemand wohl am Schalter dreht,
dass früh das Sonnenlicht angeht?“

„Nee, kleiner Fritz, so ist das nicht,
der Himmel macht das Wunderlicht.
Und das war auch schon immer so
nur Nachts, da scheint sie anderswo.“

Auf einer Bank am stillen See,
der Mutter tun die Füße weh,
machen die Zwei bald eine Rast,
was Fritzchen ganz und gar nicht passt.

Er hat wohl lang genug gerastet,
im Bett geschwitzt und auch gefastet,
und so geht er, voll Tatendrang,
ein kleines Stück am See entlang.

„Nanu, was liegt denn da im Wasser,
nicht ganz so kräftig, etwas blasser.
Das ist doch wohl der Sonnenschein,
wie kommt denn der nur hier hinein.“

Schnell handelnd, mittels seiner Mütze,
angelt bald in der großen „Pfütze“,
der Fritz nach diesem Sonnenball,
bis plötzlich er mit Platsch und Knall,
in dieses nasse Etwas fällt,
doch feste seine Mütze hält.

Die Mutter eilt mit viel Geschrei,
schnell zu dem „Unglücksort“ herbei,

schnappt sich den Fritz,

zerrt ihn nach Haus

zieht schnell ihm seine Kleider aus

Gießt dann erhitzt in großer Kanne,
das Wasser in die Badewanne.

 

Und grinsend, in der Wanne sitzend,
hält auf dem Kopfe, obwohl schwitzend,
der kleine, listige Angelfritze,
noch immer seine bunte Mütze,
fortan erstrahlt nun sein Gesicht,
heiter und froh, wie Sonnenlicht

 

 

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