Andreas Vierk

Worte



 

Als Motto vorab: Bei André Gidé las ich „Folge denen, die die Wahrheit suchen, und misstraue denen, die sie gefunden haben wollen.“

Ich las einmal (wo nur?), Spaß wäre die pervertierte Form der Freude. Wer Spaß hat, hat keine Freude.
Man kann vor Freude weinen, aber niemals aus Spaß.
Der Architekt und Möbeldesigner Charles Eames pflegte seine Mitarbeiter aufzufordern, die Freude mit vollem Ernst anzugehen. Er sagte joy, nicht fun.
Buster Keaton bemerkte einmal zu Stan Laurel, er möge die Marx Brothers nicht, weil sie die Komik nicht ernst genug nähmen. – Auf Stan Laurels Grabstein steht, er hätte der Welt nur Freude gebracht.

Schlau und klug sind keine Synonyme. Schlau ist der Fuchs, der Fallen umgeht; schlau ist ein Kaufmann, der den andren übers Ohr haut. Klug ist einer, der Freude am Lernen und Wissen hat, sei es in einem engen Fachgebiet, oder umfassend.

Ein afrikanisches Sprichwort lautet: „Wenn du eine Faust machst, wird dir niemand etwas in die Hand legen können.“
(Ich weiß nicht, aus welchem Land dieses Sprichwort stammt. Was würden wir eigentlich sagen, wenn ein Afrikaner ein europäisches Sprichwort zitierte?)

Es gibt keine Zufälle, nur Fügungen. – Ich glaube, dieser Merksatz stammt aus dem Buddhismus (oder zumindest aus dem weichgespülten Buddhismus von Star Wars). Aber ist Zufall nicht etwas, dass jemandem zufällt? Dann wäre allerdings Zustand, etwas, das einem zusteht

Als mein Vater noch lebte (lebt er nicht noch immer, da doch nichts Lebendes verlorengeht?), aber längst pensioniert war, behaupteten viele Zeitgenossen, er wäre Beamter gewesen. Tatsächlich war er aber noch mit fast achtzig Jahren Beamter, da man doch Beamter auf Lebenszeit ist. Doch war er Beamter, oder nicht vielmehr beamtet? Er hatte ein Amt.

Eines meiner mehrfach in Gedichten verwendeten Lieblingsworte ist Corona. Jetzt, da es die Bezeichnung für ein Virus geworden ist, werden einige meinen Gedichten eine zusätzliche Bedeutung geben. Die geschichtliche Abfolge von Ideen wird von meinen Zeitgenossen gern durcheinander gebracht.

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Vierk).
Der Beitrag wurde von Andreas Vierk auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Andreas Vierk:

cover

Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Corona / Coronavirus (SARS-CoV-2)" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Andreas Vierk

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Gibt es uns? von Andreas Vierk (Kommunikation)
Neue Waffen gegen das Coronavirus von Adalbert Nagele (Corona / Coronavirus (SARS-CoV-2))
Melancholie im September von Adalbert Nagele (Gefühle)