Horst Werner Bracker

Frühling - schalmaien klänge -

Frühling - Schalmaien Klänge -
Ballade
Es künden die Schalmaien:
Der Frühling ist ganz nah!
Baumschatten stehen in Reihen,
Als seien sie schon immer da!
 
Blumen zeigen ihr blühten Kleid.
Noch zaghaft sind der Vögel Lieder.
Die Natur füllt sich mit Heiterkeit.
In den Gärten knospen die Flieder.
 
Der lange Winter musste gehen –
Auch wenn er gern geblieben wär'.
Stunden wandere ich durch die Alleen,
eh' ich im Gasthof zur Mühle, Einkehr.
 
Still und warm ist es im Schankraum.
Nur die Wanduhr zählt unverdrossen,
Tickend, den Lauf der Zeit, den Traum,
der ersten Liebe, die längst verflossen.
 
Dampfend steht der Kaffee auf den Tisch,
die ein junges Mädchen, mir still gebracht,
Kaffee Duft, aromatisch, begehrlich, frisch,
hat mein frierend Leib behaglich gemacht.
 
Leise, wie sie gekommen, ist sie gegangen.
Der schwere Veilchenduft, der sie umrankte.
Liegt im fahlen Dämmerlicht, wie gefangen.
Mein heiter gestimmtes Herz verlangte –
 
Im Überschwang, schalkhafter Gefühle,
die junge Schönheit, - in Liebe zu herzen,
Ich ließ die kühnen Gedanken zurück in der Mühle.
Begann, über die Liebe, in Gedanken zu scherzen!
 
Blaue Dämmerung liegt schon in den Pappelalleen.
Und kalte Winde bliesen mir kühlend ins Gesicht.
Es wurde schnell dunkel, Zeit, nach Hause zu gehen.
Auf den Heimweg entstand dieses Gedicht! –
 
Ein schöner Tag, durch die Pappelalleen, ging zu Ende.
Bär mein treuer Gefährte, war mit, von der Partie.
Ich rezitierte Bär die Ballade als Gedanken im Kopf.
Mir war es, ich sah, ihn nicken, er mochte die Ballade!
 
Oder nicht? Egal, er wird es mir schon sagen.
Mit einem Blick oder einer liebevollen Geste.
Über Freund Bär, kann ich mich nicht beklagen,
Von allen Hunden ist er der treueste und klügste.
22.02.2020 e Storie
 
 

 

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