Hans Witteborg

Erkundungen

Erkundungen

 

Ein Sträußchen am Hute zur Wanderschaft

die müden Knochen bewegen, aufgerafft!

Wie Regen? Wie Sturm? Wie Schnee?

Ach, es tun die Füße so weh!

Man liebt es draußen an frischer Luft

wär die Bequemlichkeit nicht, dieser Schuft.

Im Trocknen und Warmen, wie ist das schön,

man kann die Natur auch durchs Fenster besehen.

Ganz nahe rückt sie durch das Fernglas betrachtet,

man sieht Dinge, die man zuvor nicht beachtet.

Wenn das alles nicht so von Interesse würd´sein,

reihte man sich auch bei den Wanderen ein,

mit Sträußchen am Hute und fröhlichen Liedern

und Muskelkater später an allen Gliedern.

Muß man nicht haben, sagt manch Protagonist,

weil man dann nicht weiß, was in der Nachbarschaft ist.

Mit Neugier als Rucksack, das Fernglas bereit,

was nützt die Natur, weiß man nicht über Nachbarn Bescheid!

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Buch von Hans Witteborg:

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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