Christopher Kokott

Der weiße Strand

Jahre vergehen und Paare entstehen.
Sie fahren zur Küste und erkunden einander die Brüste,
jede Berührung ist sanfte Verführung.

Die kurzen und langen Küsse bewirken Hoffnungen und Entschlüsse.
Wohlige Bekenntnisse vernebeln wirkliche Erkenntnisse,
Nähe wird gesucht und Nächte sind gebucht.

Die Jahre vergehen und die Paare bestehen.
Endlos erscheint der weiße Strand und wolkenlos das Himmelsband.
Der Horizont ist noch in weiter Ferne, geschmückt von mildem Abendsterne.

Die Jahre vergehen und die Hoffnungen verwehen.
Am langen weißen Strand ist Sturm entbrannt.
Worte fliegen und Pfeile stechen;
jeder will siegen oder auch nur rächen.

Die Jahre vergehn, es sind schon bald zehn.
Am Horizont stehend liegt vorn nur offene Leere,
hinten der lange Strand mit dem was verband.
Welle auf Welle auf dem Meere
trägt ab den Strand und bringt neuen Sand.

Vom Horizont einen mutigen Schritt nach vorn;
es verliert sich der feste Boden;
in der Erinnerung Wald roden
und aussähen neues Korn.

Der Strand erblasst,
das Leben ist neu gefasst.
Neu gehäutet wird neu erbeutet;
dasselbe Spiel, gelernt aber viel!
 

© Christopher Kokott
Februar 2020

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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