Natalja Bezman

Ausgehaucht

Schatten breiten ihre Pranken

aus, als könnten diese greifen

nach dem Rest des fahlen Lichts;

geisterhaft, wie aus dem Nichts

zieht ein dichter Nebelstreifen

auf und kommt sogleich ins Wanken,

 

so als hätt er an des Mondes

Sichel sich gar aufgespießt;

Raben üben sich im Schweigen,

irre stierend auf den Reigen,

der sich über sie ergießt;

magisch angezogen von des

 

Waldes dunklem Hades schlängeln

aufgeblähte Schwaden sich

durch die Wipfel greiser Fichten,

die zum Dickicht sich verdichten;

spitze Nadeln, Stich für Stich,

knorrig’ Rinde an den Stängeln

 

reißen an des Schleiers Saum,

der, im Todeskampf sich windend,

nur ganz flüchtig an den Lippen

feuchten Erdenreichs zu nippen

hofft, sein Odem indes schwindend

nun verschwindet – wie ein Traum.

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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