Siegfried Fischer

Ich lass´ hier noch einmal die Sau raus 🐷


Ein Nachruf zum Tag des Schweins am 1. März 2020


Die Geschichte von dem saumäßig sparsamen schwäbischen Bauersmann,
der bei seinem armen Schwein das tägliche Futter einsparen wollte


Ein Bauer aus dem Schwabenland,
- für seine Sparsamkeit bekannt, -
wollt‘ eines Tages - schwer am Stöhnen -
dem Schwein das Futter abgewöhnen.

„Die Sau ist doch so dick und fett.
Wie schön wär‘s, wenn ich eine hätt',
die nur die Hälfte fressen tät.
Ab heut' setz‘ ich sie auf Diät.“

Von nun an gab’s die Hälfte Futter.
Und so war alles bald in Butter,
Das ging fast einen Monat lang,
dem Bauer wurd‘ davon nicht bang.

Doch eines Morgens war der Bauer
auf seine Sau doch ziemlich sauer:
„Sauerei! Fast hätt‘ ich‘s geschafft.
Der Tod hat sie hinweggerafft.“ *


text & foto © sifi 2015/2020


* Einer solch ausgesprochen gewählten Ausdrucksweise
bedient sich natürlich nur der ganz gemeine Poet.
Ein schwäbisches Bäuerlein sagt in diesem (Todes-)Fall:
„Sauerei, fascht hätt's geglabbt –
un grad jetz isch'se mer verreckt!“
(O-Ton Bauersmann)
 
🐷
 
Und noch ein kleiner Nachruf für die arme Sau,
die hier am 1. März 2020 zu Tode gekommen ist:


Der Haus-und Hoftierschutzverein PRO VIEH fordert:
N O T R U F - S Ä U L E
für Mastbetriebe und andere Schweinereien

Mit NOTRUF-SÄULE wär das nie passiert,
da wär die arme Sau hier nicht krepiert.


o o o o o o o o o o o o o o o o o

 

testkommentarSiegfried Fischer, Anmerkung zum Gedicht

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