Hans Witteborg

Dahin

Dahin

 

Meine einst´ge Fröhlichkeit

ach, wo bist du nur geblieben,

alles was ich konnte lieben

liegt so fern und ist so weit

 

Dahin, dahin, ich weiß nicht wo

Trübsinn legt sich auf die Seele.

Und ich mir nicht mehr verhehle,

dass ich nicht darüber froh.

 

Könnt Vergangenes ich halten

trotz, dass es nicht alles schön

mit mehr Abstand es zu sehen

ließ ich drüber Milde walten.

 

Dahin – ich hab´ viel eingebüßt.

was an Lebenslust geblieben

klitzeklein wird es geschrieben,

was das Leben mir versüßt!

 

Doch indem ichs ´s niederschreibe

erkenn´ ich meine Niedertracht,

bin heute fröhlich aufgewacht.

Nichts ist dahin, weil ich frohsinnig bleibe

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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