Andreas Vierk

Wir sind getrennt



 

Wir sind getrennt durch eine Milchglasscheibe,
als würde ich in Quarantäne sein.
Tapete, Möbel, Bücher, Lampenschein –
all dies vermittelt, dass ich lange bleibe.

Vermutlich blüht ein Kuss auf deiner Hand,
und du bemühst dich, ihn mir darzubringen.
Ich höre dich im Regen leise singen,
als rauschte Meer an einen fernen Strand.

All deine Silben formen sich zu Gittern.
Wie eine Tür kann Mensch zu Mensch verriegeln,
was sich durch einen Atem öffnen kann.

Ich ahne zwar dein schleichendes Verwittern,
ich sehe dich in meiner Iris spiegeln,
doch fange ich dich zu vergessen an…





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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