Benjamin Saul

Hoffnung


Ich bin Vieles, doch nicht greifbar
wie ein Geist, ich schweb dahin.
Als die Welt auf dich hereinbrach
war ich da und gab dir Sinn.

Ich bin Schatten, ich bin Licht.
Ich bin eines, nämlich da.
Bin und war allgegenwärtig,
glaub an mich dann werd ich wahr.

Ich bin, doch war so vieles mehr.
In Äonen nahm ich die Gestalt an.
Spend' Wärme, bevor ich erkalt dann,
bin Richter, Henker, immer fair.

Übermäßig Leid begangen..
Gut wie Schlecht dahingerafft, 
dort angesetzt wo Wunden klaffen.
Ein jeder spürt mal dies Verlangen
sich mit Leid zu übergießen, sanften Muts das Auge schließen.

Ich bin Schatten, ich bin Licht.
Ich bin eines, nämlich da.
Bin und war allgegenwärtig,
glaub an mich, dann werd ich wahr.

Die Sehnsucht reißt mit ihren Fängen
tiefe Wunden in mein' Leib.
Ich stoppe nun dich einzuengen
und ziehe in die Ferne weit.

Ich war Schatten, ich bin Licht.
Ich bin eines, nämlich weg.
Bin und bleib allgegenwärtig,
weiß jetzt wie die Liebe schmeckt.

Ich werfe dir den Blick nach vorn,
dein Wohlbefinden wird zur Norm.
Vergangenes wird Zukunft weichen
und nichts mehr wird dich je erschüttern.
Ich haus' im Bauch von allen Müttern,
Vätern, Menschen, ihresgleichen.

Ich bin Vieles, doch ich bin eins.
Eins mit deiner Seele Schein.
Nimm mich an, umarme mich,
dann lasse ich dich nie im Stich.

Ich war Schatten, ich war Licht.
Ich bin eines, nämlich ganz.
War und bin allgegenwärtig
und schwinge auf des Lebens Tanz.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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