Karl-Konrad Knooshood

Das Rumpeln im Glas

 

Die Würfel sind gefallen,

hinein ins klare Softdrink-Glas,

der Zucker ist nicht enthalten,

in diesem fruchtigen Alkoholfrei-Cocktailspaß,

 

Die Flüssigkeit ergießt sich,

mit einem Klacksen, auf sie steigen,

so ergötzend freu ich mich,

wenn frisch und zischend sie sich beugen,

 

Reagierend mit dem Co2,

man nennt 's hier Kohlensäure,

sie schmelzen schon, so sogleich,

inspirierend in den Mund 's mir träufle,

 

Sie gleiten wie Mini-Schollen,

auf denen Klein-LARS-EISBÄR spielt,

was denn mehr kann man noch wollen,

als dass dies die Kehle fruchtig spült?,

 

Irgendwann sind sie gelöst im Feuchten,

mit dem ich belebend mich benetze,

in meiner Seel' ein selig Leuchten,

- was ich als wohltuend schätze!





(09.09.2019)(C) 2020 KnoKnoo


Es ist erstaunlich: Trinkgewohnheiten ändern sich: Nachdem ich jahrelang, auch im heißesten
Hochsommer, neben dem klassischen "Kraneberger Pilsener" (Leitungswasser) oder Mineralwasser auf
Tee schwor, kommt es heutzutage des Öfteren vor, dass ich mir lieber etwas zwar Antialkoholisches aber
eher Cocktailartiges, Fruchtiges eingieße, überwiegend Softdrinks, Limonaden und Cola. Bevorzugt
natürlich die zuckerarmen (bzw. zuckerreduzierten) oder zuckerfreien (mit ekligem Süßstoff gesüßten)
Varianten. Dabei hab ich mir angewöhnt, auch im tiefsten Frostwinter immer jede Menge Eiswürfel im
Eisfach zu haben.
Gern auch Riesenbrocken (dazu ein winziges altes Tuppergefäß zweckentfremdet), der dann im Glas
länger fürs Schmelzen benötigt). Dann schön tiefgekühlt in den Rachen, es prickelt, die Zunge nimmt den
Geschmack auf, der Genuss ist 100%ig da. Wein-, Sekt- oder Bierliebhaber wissen vielleicht von
ähnlichen Genussmomenten zu berichten. Es ist phantastisch. Wenn im Winter die Heizung den Raum auf
angenehme 20-30 Grad aufheizt, es draußen kalt schneit und windig beißt, ist es im Inneren im Glas
vereist, dessen Inhalt in den Magen reist. Gut, mit der Cola muss ich wohl aufhören, neulich erfuhr ich,
dass die in einer solchen i.d.R. (bis auf wenigen Ausnahmen) vorhandene Phosphorsäure als
Rostentferner angewendet wird. So etwas möchte man ungern im eigenen Magen haben...
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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