Anne Degen

Dem Frühling entgegen

Der Schnee ist fast schon abgetaut.
Die Sonne kitzelt auf der Haut.
Mich hält nichts länger
hier im Haus.
Ich will hinaus!

Komm´ mit!
Wir wollen auf verschlungenen Wegen
heute dem Frühling begegnen.
Ihn in geschützten Ecken
entdecken.

Wir wählen zum Schauen
die schmalen Straßen.
Sollen doch die anderen rasen!
Wir haben Zeit.

Zeit, um zu sehen,
wie das Weiß allmählich
zartem Grün weicht.
Bald ist der Bodensee erreicht.

Dort lassen wir das Auto stehen.
Wir wollen zu Fuß
dem Frühling entgegen gehen.

Wir umrunden die alte Burg
immer mit dem See im Blick.
Erinnerungen kehren da zurück.

Ich war noch jung,
da weilte ich schon mal
in dieser Stadt,
die so viel Flair noch immer hat...

Wir flanieren durch die krummen Gassen
und wollen´s uns nicht nehmen lassen,
am See entlang zu gehen
und den Fähren zuzusehen.

Weiter schlängelt sich ein Pfad,
der viel Schönes zu bieten hat.
Hasel blüht, eine Meise zirpt -
und die Frühlingsfreude wirkt...

Zurück an der Uferpromenade
sind wir uns auch nicht zu schade
ein Eis zu schlecken.
Wir lassen´s uns genüsslich schmecken.

Möwen kreischen.
Vor unserer Bank
turtelt verliebt ein Taubenpaar.
Frühling wird´s doch jedes Jahr! -

Wir fahren weiter
und finden uns später
in einem Café ein.
Es ist so schön,
heut´ hier zu sein!

Wir genießen beide
diesen freien Tag,
der so harmonisch verläuft
wie ich´s gerne mag.

Irgendwann ist es soweit:
Es wird für die Rückkehr Zeit.
Wir werfen einen Blick 
auf blühende Rabatten,
auf erwachendes Land.

Der Frühling gab uns heut´ die Hand
und versprach,
bald auch bei uns zu sein.

Voll frohen Mutes
kehr´n wir heim.
Eins weiß ich:
Heute schlafe ich zufrieden ein...

Liebe Leser,

Ihr habt es sicher gemerkt: Diese Zeilen erinnern an Zeiten, in denen ein Frühlingsausflug noch ohne
weiteres möglich war...
Wir befinden uns alle in einer schwierigen Lage. Haltet bitte durch und bleibt oder werdet (wieder) alle
gesund!

Herzlichst
Eure Anne Degen
Anne Degen, Anmerkung zum Gedicht

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