Robert Nyffenegger

Am Ende

Das Segelboot schwoit an der Mole.
Wurd lange schon nicht mehr bewegt.
Hat Tang und Muscheln an der Sohle,
Und keiner findet sich, der `s pflegt.
 
Der alte Fischer sieht das Boot und denkt,
Besteht denn zwischen uns nicht eine Ähnlichkeit.
Sind beide alt, verlassen, Leben eingeschränkt,
Gelebt das Seine und erreicht die Endlichkeit.
 
Er steigt ins Boot und legt die mürbe Trosse los.
Die gräulich Baumwoll Segel zieht er langsam hoch.
Er gibt mit seinen Stiefel einen starken Stoss.
Man staunt, der alte, faulig Pott bewegt sich noch.
 
Es fällt ein flauer Wind jetzt in die faltig Segel.
Der Kahn nimmt Fahrt und sticht erlöst in raue See.
Der alte Mann, er kennt die See und Wetterregel.
Verschwindet langsam ohne Tränen oder Weh.
 
Der Horizont hat Boot und alten Mann empfangen.
Doch keiner weiss, wie`s ist und ob es weitergeht.
Dank Ungewissheit hat man oftmals das Verlangen,
Zu Wissen wie es ist, wohin der Wind uns weht.
 
 
 
 

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