Jürgen Günther

Wir bleiben zu Hause

Der Einbrecher war nicht allein,
als er bei uns brach morgens ein.
Sein Plan war richtig gut durchdacht,
weiß er doch wie man Beute macht.

Die meisten Menschen schlafen lange.
Der Einbrecher, der ist nicht bange.
Und außerdem lockt ihn die Beute,
die er sich holen wollte heute.

Nur angelegt war sie die Tür zum Garten.
Jetzt mußt`t er handeln, nicht lang warten.
Denn Beute war hier viel zu holen,
noch nie hat`s sich so leicht gestohlen.

So brach er ein, ein erster Schritt,
ins Haus, geräuschlos, er war fit.
Und weil er nur an Beute dachte,
er einen großen Fehler machte.

Geräusche hätten ihn erschreckt,
Gerüche hat er nicht entdeckt.

Doch durch das Haus zog Kaffeeduft,
der schwabberte leicht durch die Luft.
Das nahm er leider nicht gewahr
und damit auch nicht die Gefahr.

So schlich er ein zu mir ins Zimmer,
ins dunkle Loch, es gab kein Schimmer.
Als hinter ihm die Tür zufiel,
da wußte er, aus war sein Spiel.

Bei einem Kaffee saßen wir
und warteten zusammen hier.
Die Polizei sollte ihn holen.
Ich hab die Freiheit ihm gestohlen.

Anmerkung: Schlechte Konjunktur für Einbrecher
Jürgen Günther 22.03.2020

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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