Gabriele A.

Ausgebremst… nichts bleibt wie es war...

..die Billanz der Gegenwart


Dem Menschen lag die ganze Welt zu Füßen
die Erde degradiert zum Untertan
vermessen brach der Hochmut eine Bahn
die Saat der Hybris sah man förmlich sprießen


Verlieh auch Wissenschaft gewisse Größe
die Zeit fiel aus dem Rahmen wie noch nie
ein kleiner Virus zwang schön in die Knie
der unsichtbare Feind gab uns die Blöße


Nun galt es keine Panik zu verbreiten
doch ist es falsch wenn du mal logisch denkst
wir alle spielen zwangsläufig schon längst
im Katastrophenfilm moderner Zeiten


Die Ignoranz vermochte uns zu lehren
denn wer hat an den Ernstfall just geglaubt
dass solch ein Virus jäh die Freiheit raubt
die Unvernunft wird´s auch zukünftig nähren


Wie furchtbar mit Gesundheit jetzt zu prahlen
da vielerorts ein Wettlauf mit dem Tod
der Button des Arlarms er blinkt schon rot
Ersticken bei Bewusstsein das sind Qualen

 

Wer macht um Obdachlose sich Gedanken
um alle die in Not geraten sind
ob Flüchtling Tiere Oma Mutter Kind
und hilft den Helfern klatschen und bedanken???


Corona bringt auch finanzielle Sorgen
obwohl das weiß ein jeder ganz genau
über den Wolken ist der Himmel blau
und doch dreh´n sich Gedanken um das Morgen…


 Nordwind

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Poèmes de café: Gedichte – Fotos – Streifzüge von Bernhard W. Rahe



Der Café-Besuch eines Literaten, vielleicht bei einem Cappuccino oder Café crème und einer ordentlich recherchierten Zeitung, wird zu einem Highlight, sollten sich originelle Gedanken hinzugesellen. Die zweite Bestellung ist an den Ober herangetragen, die Blätter der Gazette nach und nach umgeschlagen. Der Erzähler sitzt mit nachdenklicher Miene am Tisch. Er wartet. Während Kaffeedüfte ihn umschmeicheln, kommen die ersten Gedanken. Textfragmente, Bilder und Überlegungen nehmen zögerlich ihren Platz ein. Diese Gefährten sind wenig gesprächig, aber nicht selten beflügelnd, also genau der passende Augenblick für ein Sinngedicht. Ein kleines kompaktes Textfragment, aus zwölf Zeilen nur. In diesem Moment bin ich derjenige, der dort am Tisch sitzt, Papier und Stift aus der Tasche hervorholt. Der mit Glück einen guten Fang aus dem Meer der Worte an Land zieht. Die Gedichte in diesem Buch sind in Cafés entstanden. Oftmals launige Erträge aus zahlreichen Streifzügen durch unsere vielschichtige Alltagswelt. Die korrespondierenden Fotos geben den Versen ein bildhaftes, erzählerisches Gegen- und Gleichgewicht.

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