Hans Witteborg

Mich dürstet

Mich dürstet...

 

Verspottet, aller Würde beraubt

ans Kreuz genagelt

entsetzliche Schmerzen

zu Tode gefoltert

noch ein matter Seufzer

Mich dürstet“

Der Satz haucht herüber

weht durch zweitausend Jahre.

Mich dürstet:

nach Barmherzigkeit

nach Liebe

nach Mitleid

nach Gerechtigkeit

nach Würde

ein Seufzer vernehmbar

über Länder und Völker

ecce homo

was ihr tatet

was ihr tut

das tut ihr mir

Mensch wider Mensch

doch mein ist die Rache...Mein!

 

Machtlos, fassungslos, würdelos

damit sinnlos

zwischendrin der Hauspoet

kraftlos, matt – wie sinnlos alles!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Hans Witteborg:

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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