Mike Müller

Freud und Leid

An einem warmen Abend, im August,

ich wusste es nicht mehr, es war mir nicht bewusst.

Später über diesen Abend mal gesprochen.

Die Erinnerungen, sie kamen langsam hochgekrochen.

Es war nur ein kurzer Augenblick, nur ein flüchtiger Moment.

So schnell die Wege sich kreuzten, so schnell hatten sie sich auch wieder getrennt.

Gegrübelt hatte ich, stand sie wirklich da, dort an diesen Treppen?

Darauf geachtet hatte ich nicht, ich würde nicht darauf wetten.

Doch je mehr wir über diesen Abend sprachen,

wurde es mir klar, die Infos zu sehr bestachen.

Dies war also der Abend, da wo alles nun begann

War dies der Beginn, wo ich eine gute Freundin, für mich gewann?

 

Nach diesem Abend hatten wir leider einige Zeit nichts mehr miteinander zu tun,

mal gesehen bei einem Meeting, doch was war nun?

Auf Arbeit, viel mit Kollegen über sie gesprochen.

Sie hatte etwas an sich, was mich hatte bestochen.

Doch dann, eines Abends, ich war auf Arbeit,

mein Handy, es klingelte, eine Nachricht, es war soweit.

Sie hat mir geschrieben, es war nicht viel, nur zwei Sätze.

Ich bin es, Janina. Ich habe mir mal deine Nummer besorgt. Doch das war erstmal das letzte.

Doch mit dieser Nachricht baute sich unsere Freundschaft weiter auf.

Die Tage kamen und gingen und die Zukunft nahm ihren Lauf.

Es kam der Tag, es war der Zwanzigste Fünfte, ein Auftrag, die Meisterfeier.

Lust hatte ich keine, es war wie immer die alte Leier.

 

Doch dann hörte ich ihren Namen.

Das wird ein super Tag, ich konnte es schon ahnen.

Sie sahs hinten und ich bin gefahren, in der Nacht da ging es dann los.

Beobachtet hatte ich sie, durch den Spiegel, im Hals hatte ich einen Kloß.

Ich kann es nur immer wieder sagen, sie hatte etwas an sich, doch was?

Lange beobachtet hatte ich sie, von oben bis unten, es gab da dies und das.

Natürlich, sie ist sexy, doch aber auch quirlig und verrückt.

Doch auch wie sie redet und sich gibt, ist es, was mich verzückt.

Dann endlich sind wir in München angekommen.

Wir hatten gelacht und geblödelt, einfach rumgesponnen.

Der Auftrag, dann ging es los, dabei jedoch ging etwas schief.

Zusammen arbeiten wollten wir, doch niemand unsere Namen rief!
 

Ich nahm es recht gelassen, sie dagegen war aufgebracht, richtig sauer.

So kannte ich sie nicht, mit schlechter Laune legte sie sich auf die Lauer.

Sie hielt Ausschau, nach einem Vorgesetzten, um sich zu beklagen.

Sie hat jemanden gefunden, sie sah aus, als wolle sie ihn schlagen!

Gesagt wurde uns, wir werden eingeteilt, wir sollten bewahren die Ruhe.

Es sollte nicht lang dauern, genervt blickten wir auf unsere Schuhe.

So standen wir nun da, sie und ich, wir zwei, allein.

Sie hatte sich langsam etwas beruhigt und schaute nicht mehr so düster drein.

Zusammen sind wir viel gelaufen und hatten noch mehr gesprochen.

Nach mehreren Stunden, unser Gespräch wurde plötzlich unterbrochen.

Arbeiten sollten wir nun, gefragt hatten wir ob wir bleiben konnten zusammen,

doch die Antwort war nein, wir fingen an, die Veranstaltung zu verdammen!

 

Der Auftrag war nun endlich vorbei, alle waren wir geschafft.

Doch die Fahrt nach Hause, verlangte nochmal Kraft.

Und wieder sahs sie hinten, und ich konnte meinen Blick nicht von ihr lassen.

Sie wirkte immer mehr sympathisch, es schien an ihr, einfach alles zu passen.

Sie ist zwar bezaubernd und hat eine großartige Figur,

zu dieser Zeit jedoch, war von Liebe keine Spur.

Auf der Heimfahrt hatten wir wieder viel gelacht,

ich kann es nicht genau beschreiben, fast den ganzen Tag mit ihr verbracht!

In mir spürte ich, Euphorie und eine Art von Glück.

Immer schneller rückte näher der Moment, wir fuhren stetig zurück.

Endlich war es dann soweit, mit gemischten Gefühlen.

Wir waren zurück, jeder stieg in sein Auto, die Gedanken, sie fingen an sich zu zerwühlen.

 

Einerseits war ich froh, endlich wieder Ruhe, nerven konnte es, soviel Zeit mit den Kollegen.

In Gedanken war ich noch bei den Gesprächen, langsam es wurde Zeit, sich hinzulegen.

Während ich versuchte zu schlafen, musste ich immer an sie denken.

Selbst wenn man nur an sie dachte, schaffte sie es, einem ein Lächeln zu schenken.

Am nächsten Morgen war alles wieder wie beim Alten.

Ob sie sich vielleicht doch mal meldet? Wie sollte ich mich jetzt verhalten?

Wieder vergingen die Tage, die Arbeit ging weiter, Nacht für Nacht!

Mit den Kollegen, die ich mochte, viel geredet und auch viel gelacht.

Bis das Thema kam, sie war ebenfalls arbeiten und die Kollegen hatten sie gesehen.

Sie erzählten von ihr, der eine normal, manch anderer, naja, so Gerüchte entstehen.

Da kamen mir so meine Zweifel, ich kannte sie ja eigentlich nicht,

ist es war, was andere von ihr sagten, was man von ihr so spricht?
 

Ich konnte es mir nie vorstellen, sie wirkte nicht wie eine von diesen,

dennoch brachte es mich zum Grübeln, die Zeit hat zum Glück das Gegenteil mir bewiesen.

Vorstellen konnte ich es mir nicht, dieser ruf passte ehr auf andere Leute.

Sie und die anderen Leute, sind Grund verschieden, dass weiß ich heute!

Das Gerede der anderen Kollegen, ich tat es ab, ich wollte es nicht hören.

Einen Entschluss gefasst, eine eigene Meinung zu bilden, das Gerede fing an zu stören!

So ging die Zeit ins Land, was sollte ich auch anderes machen?

Ich kann es nicht so genau sagen, ich musste an sie denken und dabei lachen!

Mit einem Lächeln im Herzen und einer kleinen Ewigkeit, so schien es mir,

wieviel Zeit verging, kann ich nicht mehr sagen, ich bekam eine Nachricht von ihr.

Was in der Nachricht war, ich weiß es einfach nicht, lange überlegt, was stand wohl drin.

Ich habe die Nachricht nicht mehr, ich könnte mich ärgern, nun ist die Nachricht dahin!

 

So nun war es soweit, der Kontakt nahm zu,

es ging zwar nur um Arbeit, doch zu sagen, hatten wir viel dazu.

Gesehen hatten wir uns zwar immer noch nur selten,

viel geschrieben, über dies und das, zwischen Sehen und Schreiben, liegen dennoch Welten!

Mit der Zeit bauten wir ein inniges Verhältnis auf.

Wir fingen an, Vertrauen aufzubauen und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

Nach und nach wurde aus dem Kontakt eine gute Freundschaft.

Zusammen haben wir viel gelacht, mit ihrer Art und Weise gab sie mir eine innere Kraft!

Ab und zu und ganz langsam, kamen dann auch private Sachen.

Das Vertrauen es nahm zu, sie wusste, sie kann mir vertrauen, ich würde darüber wachen!

Es wurde immer lustiger und vertrauter, wir haben auch gern über andere gesprochen.

Wir haben gern gelästert, über manch Kollegen, wir konnten lästern über mehrere Wochen!

 

Dann endlich, es war so weit, ich hatte so gehofft, der lang ersehnte Tag.

Unsere erste Schicht, es war der Fünfundzwanzigste Erste, diesen Tag im Herzen ich trag.

Was ich aus dieser Schicht nie vergessen werde, ich wollte ihre Nähe spüren.

Ich hatte so lange überlegt wie ich es machen sollte, wie sollte ich sie berühren?

Was ich in diesem Augenblick vergessen hatte, und wegen des drangs, war ihr Rücken!

Ich hatte sie voran gehen lassen, für einen kurzer Moment, wie sollte ich es nur ausdrücken?

Gesucht hatte ich nach einer Lösung, wie konnte ich den Abstand zu ihr überbrücken?

Nicht lang nachgedacht, ich sprang auf sie, sie schrie kurz auf und fing an sich zu bücken.

Da war es dann zu spät, es tat mir so unendlich leid. Entschuldigt hatte ich mich.

Danach mal kurz gelacht, aber ihren Rücken hielt sie dennoch fest, sie spürte einen Stich.

Nun hatte ich die Sorgen, hatte ich ihr den Rücken versaut, und sie fällt wieder aus?

Hatte ich die Schicht kaputt gemacht, anscheinend nicht, zusammen gingen wir wieder raus.
 

Die erste gemeinsame Schicht war zu ende, mit viel Spaß und lachen.

Zum Feierabend hatten wir noch kurz überlegt, was wir in den nächsten Schichten machen.

Doch die Zukunft sollte zeigen, so viele schichten sollten wir nicht mehr haben.

Oft zusammen arbeiten durften wir nicht, unser bestes wir zu oft gaben.

Dies war die Begründung der Firma, die wir irgendwie nicht rafften.

Wir gaben auf Arbeit immer unser bestes, die Firma umzustimmen, wir es nicht schafften.

In der ganzen Zeit, die wir uns nun kannten, hatten wir zusammen nur dreizehn Schichten,

doch in diesen schichten, wir hatten so viel Spaß, dennoch erledigten wir unsere Pflichten.

Jede einzelne Schicht davon, so sehr genossen, doch mich ihr nähern, wie konnte ich es nur?

Am Anfang hatte ich mich nur neben sie gesetzt und hatte überlegt, rund um die Uhr.

Zum Ende des Jahres hatte ich eine Idee, jetzt mussten wir nur wieder zusammen auf Arbeit.

Das Schicksal meinte es offensichtlich gut mit mir, im Januar war es dann wieder soweit!

 

Endlich, nach langem fiebern und bangen war es so weit, endlich verlief mal was nach Plan.

Bis zur letzten Minute hatte ich gebangt, damit gerechnet, dass noch was dazwischen kam.

Ich fuhr vor und stellte mit Entsetzen fest, ich stand alleine da, ich sie nirgends sah.

Innerlich fing ich an zu fluchen, konnte es denn sein, dabei stellte ich fest, zu früh ich war da.

Gemeinsam standen wir noch rum, mein Kollege und ich, die Freude fing an zu keimen.

Mit guter Laune ging ich rein und fing an zu warten, bald würde sie nun hier erscheinen!

Wieder war ich so aufgeregt und fing wieder an zu schwitzen, ich war so sehr gespannt,

die Gedanken fingen an zu rasen, in meinen Überlegungen, ich hatte mich wieder verrannt.

Sie kam vorgefahren, nach einer herzlichen Begrüßung, waren wir dann wieder allein.

Wir saßen vorne am Tisch, nun wurde es Zeit, Hauptsache sie würde nicht sagen nein!

Meinen Plan umzusetzen, ich fragte sie einfach, wie wäre es, wenn ich ihr machte die Haare?

Sie stimmte zu, es erweckte den Eindruck, als kannten wir uns schon Jahre!

 

Die erhoffte Schicht, sie neigte sich nun dem Ende, für mich war die Schicht ein Erfolg!

Der Sechszehnte Erste, es war bis dato die schönste Schicht, genauso hatte ich es gewollt.

Was sehr selten war, ich durfte von ihr machen ein Bild, doch leider nur von hinten,

ein Bild von ihrem Lächeln, aber dies hatte sie stehts vermieden, toll würde ich es finden.

Aber ich wollte mich nicht beklagen, ich war froh, dass alles so hat geklappt.

Entschieden hatte ich mich, ihr einen Zopf zu flechten, da ihr Haar, nicht ist glatt.

Sie fand es toll, sie hatte sich entspannt, sie hatte es genossen das man ihr die Haare macht.

Sehr viel Zeit hatte ich mir gelassen, um ihre Nähe zu spüren, es dauerte die halbe Nacht.

In den nächsten Schichten hatten wir dies immer wieder mal gemacht.

Die ganzen Nächte hatte ich ihr den Kopf gegrault und dabei auch viel gelacht.

Später wurden die Berührungen dann noch inniger und verbunden,

ich durfte sie massieren, dabei fühlte ich wie sie repariert, ohne es zu wissen meine Wunden!

 

Am Anfang verspürte ich dabei noch Unbehagen, was dann schnell aber verflog.

Ich hatte es selbst dann immer mehr genossen, und die Scham war wie verzogen.

Wann ich mich in sie verliebte, ich weiß es nicht aber zu dieser Zeit war ich es schon.

Ich vermute mal, dass sie es da schon wusste oder spürte aber sagte keinen Ton.

Ich gab mir die größten mühen und versuchte so oft es ging ihr Lachen zu hören,

immer wieder habe ich ihr Witze erzählt, Scherze gemacht, doch das sollte mich nicht stören.

Im Februar hatte ich es versucht, mit einer feinen Wortwahl wohl durchdacht,

Das Antlitz meiner holden Maid, hatte ich dabei vor Augen, sie hatte so sehr gelacht!

Es war für mich immer das größte, ihr Lachen zu hören und ihr Lächeln zu sehen!

Egal wie oft ich sie sah, ich wurde von ihr nicht satt, ich hatte immer mehr Ideen.

Manche Ideen waren gut, andere waren ehr abstrakt, die hatte ich gleich wieder vergessen.

Immer mehr Gedanken hatte ich mir gemacht, es wurde immer mehr, es fing an zu stressen!

 

Die Zeit verging wie im Flug, jeden Tag hatten wir kontakt, ich genoss es so sehr.

Vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen, den ganzen Tag, es wurde einfach immer mehr.

Gemeinsam fingen wir an, Pläne uns zu überlegen, wie wir konnten sein beisammen.

Bei Events hatten wir gefordert, wenn wir mitfahren mussten, dann nur zusammen.

Das gleiche Auto, die gleiche Position, gemeinsam rauchen und auch zusammen aufs Klo.

Das letzte war nur gedacht als Scherz, doch war ich über diese ganzen Äußerungen froh.

Es hatte geklappt, so wie wir es uns hatten gedacht, es wurde Zeit für die nächste Phase!

Der nächste Schritt, da waren wir uns einig, wir versuchten zu drehen der Firma eine Nase.

Ein gemeinsames Objekt, das war das Ziel, sie sprach mit unserem Chef, er lenkte sogar ein.

Doch wie konnte es auch anders sein, der Plan hatte einen Haken, er wurde erstickt im Keim.

Sie wurde zwar versetz in mein Objekt, doch wurde ich durch sie ersetzt!

Wir konnten es nicht fassen, was war daran falsch zu verstehen, wir waren so entsetzt!

 

Für den Moment akzeptierten wir die Situation, es ändern konnten wir ja vorerst nicht.

Leider mussten wir feststellen, dass die Firma öfters mal ihr versprechen bricht!

Wenn wir eingeteilt wurden zu einem Event, stand immer nur einer von uns mit drin.

Wir konnten es nicht verstehen, denn schließlich waren wir ja, für die Firma ein gewinn.

Ich sollte immer alleine fahren, doch freute es mich, dass sie immer bescheid wissen wollte,

ob ich bin gut angekommen, sie machte sich Sorgen, ich mich einfach bei ihr melden sollte.

Um sie machte ich mir schon lange Sorgen, doch fing sie an sich langsam auch zu Sorgen.

Wenn es auf Arbeit nach Ärger roch, sagte sie immer: bitte melde dich morgen!

Im März kam ich wieder von einem Event und hatte sie in der Nacht auf Arbeit besucht,

dabei hatten wir uns etwas überlegt, doch hatte es nicht geklappt, wir hatten es verflucht!

Unser neuster Schabernack war recht simpel, wir wollten wissen, wer die größte Tratsche ist.

Wir hatten weiter an dem Streich gebastelt und waren uns einig das es klappt, die kleine List.
 

Für sie war es nur ein spaß, ein kleiner Scherz, für mich jedoch, war es eine weitere Chance.

Eine weitere Chance, es zu fühlen oder laut zu sagen, lag nur eine kleine Nuance!

Den Mut dazu es ihr zu sagen, ich konnte es einfach nicht, die Gefühle wollten dennoch raus,

aber in diesem Punkt bin ich feige, mir fiel es immer schwer, es war mir stehts ein kraus.

Meine Stimmung, sie spiegelte wider, wie es mir ging, immer mehr Aggression sich staute.

Aggression staute sich, ich wusste nicht wie ich es sagen sollte, es herrschte wieder flaute.

Immer mehr Gefühlsschwankungen bauten sich auf und fanden ihren Weg nach draußen.

Sie merkte es natürlich, ich spielte es runter und versuchte es, die Probleme zu ersaufen.

Unsere List, sie hatte da eine Idee, in inniger Umarmung vor den Kollegen wir standen.

Die Umarmungen, ich hatte sie sehr genossen, ob wir das gleiche dabei empfanden?

Es dauerte immer länger bis wir uns wieder lösen konnten, die ganze Zeit dabei vergessen,

wir hatten es schon bald beide sehr genossen, ich hatte es versucht mit viel Finessen.

 

Mein Mut, er ist gewachsen, immer mehr hatte ich mich getraut, etwas mehr gewagt.

Bei jeder Umarmung, meine Hände mehr gewandert, von meiner Angst dennoch geplagt.

Aber trotz der ganzen Angst, hatte ich mich dann doch getraut, ich hatte berührt ihren Po!

Aber nur ganz leicht, nicht gekniffen, nur gestreift, aber dennoch machte es mich froh.

Sie hatte sich nicht dagegen gesträubt, nur halbherzig dagegen protestiert.

Doch hatte sie mich angeschaut, auch dabei gegrinst, ihr blick war schon fast gestiert.

Ich dachte sie hatte nicht damit gerechnet, und war perplex, dass ich mich so etwas trau.

Ich hatte ihr immer gesagt, ich hätte Angst vor ihr und deswegen war mir dabei etwas flau.

Später fingen wir an darüber zu reden, wir wollten uns mal außerhalb der Arbeit treffen.

Angst davor hatte ich auch, denn sie hatte einen Hund, was ist, wenn er nur ist am Kläffen?

Sie wusste um meine Angst vor Hunden, manchmal zog sie mich auf, aber nur zum Spaß!

Sie versuchte auch mir meine Angst vor Hunden zu nehmen, aber ich die Angst, nie vergaß.

 

Irgendwann, nach langem reden und versuchen, stand der Tag nun endlich fest,

die Nervosität, ich hatte Todesängste, ich war so am Schwitzen, dass gab mir fast den Rest.

Während meiner fahrt zu ihr, es lief der Schweiß in Strömen, wie würde der Tag verlaufen?

Den Weg zu ihr, ich fand ihn recht schnell, es war recht einfach, Schilder gab es haufen.

Doch die größte Hürde sollte jetzt erst kommen, sie sagte, auf ihrem Berg findet sie keiner.

Aber ich sagte immer, keine Angst ich fand mein Ziel bis jetzt immer, ich bin so einer.

Eine halbe Stunde bin ich durch das Dorf gefahren und habe sie gesucht.

Fast schon die Hoffnung verloren sie zu finden, es konnte nicht sein, ich hatte es verflucht.

Mit Verbissenheit und auch, mit viel Glück, fand ich, wie gesagt mein Ziel.

Ich musste zwar mal bei ihr fragen, ob es war der richtige Weg, aber das Dorf mir sehr gefiel.

Dann endlich fand ich den richtigen Weg, endlich stand ich bei ihr, ich hatte sie gefunden.

Zwar hatte ich erst das falsche Haus in Verdacht, meine Nerven waren geschunden.
 

Nun stand ich bei ihr vor der Tür, ich hatte geklingelt, schon meldete sich der Hund.

Ich merkte gleich wie mir wieder lief der Schweiß, ich stellte mir vor, des Hundes Schlund.

War ich mir meiner Sache so sicher, war dies wirklich ein guter Tag?

Immer mehr Panik von mir besitz ergriff, die Flucht mir in den Beinen lag!

Doch bevor ich die Flucht ergreifen konnte, hatte sie geöffnet die Tür.

Als sie mit einem Lächeln vor mir stand, war ich froh über meine Kür.

Sie hatte gestrahlt und mich hinein gebeten, mit einer Hand hat sie den Hund gehalten.

Sie hatte gleich gesagt, lass die Arme unten sonst springt er, wie sollte ich mich verhalten?

Trotz der Panik hatte ich die Zeit mit ihr genossen, auch wenn sie mich hatte sehr gescheucht.

Der Vierzehnte Fünfte war ein warmer Tag, wir waren viel im Wald, ich hatte viel gekeucht.

So viel laufen war ich echt nicht mehr gewohnt, es war anstrengend, dennoch tat es gut.

Über mich war ich sehr erstaunt, die ganze Zeit hatte ich den Hund, in mir wuchs der Mut.

 

Der Mut wuchs sehr schnell, doch nicht sehr lang, auf unserem Weg machten wir eine Pause.

An einem Parkplatz stand eine Bank, wir setzten uns und gönnten uns etwas geschmause.

Welch schöner Moment, alles schien zu passen, diesen Moment, ich versuchte einzufangen.

Der schöne Moment, er war schnell vorbei, ich fing an, um mein Leben zu bangen!

Hinter uns floss ein Fluss, schön anzusehen, doch durch den Fluss kam für mich das Grauen.

Ein Hund war schon genug, doch in diesem Moment, ich wollte meinen Augen nicht trauen,

durch den Fluss kam ein zweiter großer schwarzer Hund, mitten durch die Wellen,

wie angewurzelt sahs ich auf der Bank, ich spürte Panik, beide Hunde fingen an zu bellen!

Sie dagegen freute sich über diesen Hund, es war der Hund, von ihrer Bekannten,

nichtsdestotrotz war dies ein schöner Tag, meine Gefühle für sie mehr entflammten.

Ich fühlte mich bei ihr so sicher und geborgen, ich wusste nicht wieso und warum,

wir waren wieder bei ihr, die Erschöpfung kam, wir machten uns zusammen krumm.

 

Der Tag, er neigte sich nun dem Ende, zusammen hatten wir noch zu Abend gegessen.

Zum Heimweg hatte sie noch etwas zu sagen, sie verriet mir eine Abkürzung, stattdessen.

Schweren Herzens machte ich mich dann auf den Weg, zuvor lagen wir uns in den Armen.

Es war wie immer, wir konnten uns nicht voneinander trennen, wir uns immer näher kamen.

Nach einer langen Umarmung, und noch mehr Gerede, fuhr ich los, wieder zu mir.

In Gedanken lies ich den Tag nochmal Revue passieren und war wieder nur bei ihr.

Ich war und bin in sie verliebt, doch wie sollte ich ihr dies sagen?

Ich hatte lange überlegt, sollte ich es ihr mal sagen, in meinem Kopf, tausend Fragen!

Nach einigen Tagen beschloss ich es ihr dann doch zu erzählen,

Aber der erste Versuch ging daneben, die Worte versucht mit Bedacht zu wählen.

Ich fing zwar an mich ihr zu öffnen, was ich vorher noch nie hatte getan,

doch was ich bei ihr empfand, noch nie gespürt, für mich die Gefühle eine Scham!

 

Die ersten zwei versuche gingen in die Hose, ich sagte ihr nur was sie alles für mich war,

Am nächsten Morgen hatte sie auf meine Nachricht geantwortet, war ja klar.

Sie stimmte mir bei vielem zu, aber fragte auch ob es noch mehr gab, was ich sagen wollte.

Bei ihrer Nachricht schnappte ich kurz nach Luft, eigentlich mehr kommen sollte!

Ich hatte mich für diesen kläglichen versuch bei ihr entschuldigt und hatte es ihr dann gesagt

Ich sagte ihr, ich hoffte sehr das die Freundschaft bleibt, und nicht deswegen versagt!

Doch sie nahm es sehr gelassen, unsere Freundschaft ging einfach weiter.

Sie sagte nichts dazu, hüllte sich in Schweigen, dies machte mich nicht heiter!

Die Freude, dass der Kontakt dennoch blieb, freute mich und machte mich froh.

Das Thema ich hatte es lange Zeit gemieden, wir machten einfach weiter so.

Mit der Zeit hatten wir auch unsere eigenen Scherze und Witze,

wir lachten viel und erzählten uns immer wieder diese Sprüche, ich fand es spitze!

 

Ihre liebsten Sprüche, mit denen sie mich mit einem Lächeln nur zu gerne neckte,

Ich hatte die Sprüche selber irgendwie provoziert, doch ich es nicht checkte.

Der Frosch, er tut gern Hoppeln, und was ihr auch gefiel, ich sag nur Eins, Zwei oder Drei,

ich war ihr aber deswegen nicht wirklich böse, ich mochte ihre Spinnerei.

Es konnte einfach nicht besser laufen, alles schien zu passen.

Dann fing an ihr Handy, es wollte nicht recht funktionieren, ich konnte es nicht fassen.

Wir konnten nur noch schreiben, vorbei war es, ihre Stimme zu hören!

Beim Lesen, ich kann es nicht so sagen, ich hörte ihre Stimme, ich würde es schwören!

Doch selbst dies sollte uns nicht hindern, der Kontakt blieb weiter bestehen.

Innerlich fing ich dennoch an zu hoffen, dass bald wieder geht ihr Handy, es war fast flehen.

Unterdessen erzählten wir uns auch nebenbei unsere ganzen Termine.

Und wir erinnerten uns dann immer gegenseitig an die Zeiten, es war schon fast Routine.

 

Tag für Tag und Woche für Woche, so ging die Zeit ins Land,

wir trafen uns immer mehr und der erste Ausflug war auch ein Erfolg, wie ich fand.

Immer wenn wir uns sahen, hielten wir Händchen und gingen spazieren Hand in Hand.

Von ihrem Lächeln und ihrer Art, ich war hin und weg, ich war von ihr gebannt.

Ich war mit abstand der glücklichste Mann auf Erden, besser konnte es nicht werden.

Wieso, ich konnte es nicht sagen - sie fuhr in den Urlaub - meine Welt, sie lag im Sterben.

Ich wusste einfach nicht warum, es war nicht lang, nur für ein paar Tage.

Im Grunde war dies nichts anderes als sonst auch, doch war dies für mich eine andere Lage!

Ich kam damit nicht klar, ich war den Tränen nahe, dies hatte ich ihr auch gesagt.

Sie war traurig darüber das es mir so schlecht erging, dies war das erste Mal, sie hatte gefragt.

Ich fing immer mehr an mich ihr zu öffnen, lies die Gefühle ihr gegenüber immer mehr zu.

Woran es lag, ich weiß es nicht, sie kam auf Arbeit, der erste Kuss, daran denken, ich tu.

 

Ich konnte es nicht fassen, ich konnte mein Glück kaum glauben,

nach dem ersten Kuss und dem ersten mal, ich schaute ihr tief in die Augen!

Jeder der behauptet man könne das Glück nicht berühren,

der hatte noch nie das vergnügen seine große Liebe zu spüren!

Ich fing damit an, noch mehr als sonst, sie zu verwöhnen nach allen Regeln der Kunst.

Ich hatte alles versucht, mit kleinen Geschenken und Gedichten, buhlte ich um ihre Gunst.

Die zwei schönsten Geschenke waren ein voller Erfolg gewesen.

Bei dem ersten, Lachen, bei dem zweiten, war sie fasziniert und hatte versucht alles zu lesen.

Das einzige was nie hatte klappen wollen, war ein gemeinsames Essen in einem Restaurant.

Stehts hatte ich immer alles geplant, es sollte alles klappen, ich war immer so gespannt.

Doch irgendwie ging immer alles schief, es wollte einfach nicht so sein.

Stehts und ständig kam etwas dazwischen, ich fand es immer so gemein!

 

Ich war so verdammt glücklich und fühlte mich wie auf Wolke sieben,

doch sollte dies sein, der Anfang vom Ende, ich wurde von ihr gemieden!

Egal was ich hatte versucht, nichts schien die Situation nochmal zu kippen.

Ich versuchte es nochmal mit zwei Geschenken, ich hatte immer küssen wollen ihre Lippen.

Geschworen hatte ich ihr, ich würde für sie mit einem Lächeln durch die Hölle gehen.

Solange ich nur wüsste, dass sie am Ende warten würde und ich ein Licht würde sehen.

Nichts hatte mehr funktioniert, sie lehnte alles ab, sie redet nicht und meidet mich.

Jetzt wenn ich sie sehe, Herzrasen bekomme ich und noch Panik, es ist jedes Mal ein stich!

Wenn ich sie jetzt frage, was nun ist, würdigt sie mich keines Blickes, und seufzt genervt.

Warum sie sich nicht mal dazu äußert, die Situation immer mehr verschärft.

Mein Herz, es ist zerbrochen in tausende Splitter und Scherben,

ich kann es nicht verstehen, was ist passiert, nun bin ich ein Häufchen Elend auf Erden!

 

Mein größtes Problem, war und ist, ich denke zu viel nach und liege stundenlang wach.

Lösungen zu finden, es liegt in meiner Natur, offene Fragen, machen mich schwach.

Zuviel denken, zwar nicht mit dem Kopf, sondern mit Herz und Bauch.

Dadurch trete ich oft auf einer Stelle, das ist es nicht was ich brauch.

Mit dem Kopf zu denken, ehrlich ich habe es versucht.

Doch was mir versucht mein Verstand zu sagen, wie sehr habe ich es verflucht!

Tag und Nacht liege ich nun da, grüble über alles nach, versuche den Fehler zu finden.

In meinen Depressionen, ich komm damit nicht klar, ich fang an mich darin zu winden.

Die Bedeutung des Seufzers, ich versuche noch immer dahinter zu kommen,

kann sie sich wirklich einfach nicht entscheiden, ich hatte ihr Herz schließlich erklommen.

Zumindest hatte ich es gedacht und auch gehofft, aber anscheinend hatte ich mich da geirrt.

Immer mehr schleicht der Gedanke an mir hoch, nichts mehr wie früher wird!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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