Frank Guelden

Der Coronafurz


Die alte Jungfer Adelheid wollt´ sich was Leckeres kochen;

Die Maske auf; Handschuh bereit, so ist sie losgekrochen.

Drei Tage Bohneneintopf gab´s; wer will ihr das verdenken,

wenn sie nun wackelt zum Geschäft, will sich was Gutes schenken.

Die lange Schlange wartet schon; man kann sich nirgends setzen;

das Kundenklo ist auch gesperrt; das tut sie sehr verletzen.

Zwei Meter Abstand sind markiert; nur einzeln darf man kaufen;

der armen Alten wird es flau, sie ist ja schon gelaufen.

Es regt zu allem Überfluss sich auch der Eintopfsegen;

Die Warteschlange, endlos, lang; tut sich kaum fortbewegen.

Die arme, gute Adelheid; die wirklich ist stets reinlich,

spürt nun; sie wagt´s zu denken kaum, etwas das ihr ist peinlich.


Zwei Meter Abstand - vor - zurück; es ist ihr was entwichen;

ganz leise, aus der Hintertür, hat es sich fortgeschlichen.

Wie gut, daß sie die Maske trägt, wie gut für andre Kunden;

Sie kann nun, gänzlich unbemerkt, von ihrem Schock gesunden.

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