Robert Müller

Des Tages Ergebenheit

Auf jeden Abend folgt ein Morgen
Ein jede Zeit hat ihre Sogen
Ein jeder Tag hat seine Pflicht
Ein jeder Mensch zeigt seine Sicht

Und wenn ein Tag zu Ende geht
Und er dazu gerade steht
Gibt er sich mit dem Schicksal hin
Das jeden trifft, so halt auch ihn

Was soll's? Es kommt ein neuer Tag
Doch hat auch der so seine Plag'
Die einen bräuchten Wolkenschwanden
Die andern möchten sonnenbaden

So kann er machen, was er will
Die Meckerer sind niemals still
Sie wissen alles immer besser
Sind Nimmersatt und Allesfresser

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ein geborener Nobody hat, sofern er überhaupt jemals etwas besitzt, höchstens ein Drittel von dem, was die Norm ihr Eigen nennt. Denn er hat nun mal keine Lobby und somit auch keinerlei Protektion. Steht dabei immer in vorderster Linie des täglichen Überlebenskampfes, sich dabei selbst im Wege und muss gegen tausende Dinge ankämpfen, von deren Existenz die Masse erst einmal gar nichts weiß. Für Charly stehen die Sterne bereits schlecht, als er 1950 in Düsseldorf als Sohn staatenloser Eltern geboren, die ersten Lebensjahre in einem alten Backsteingebäude heran wächst, das hinter vorgehaltener Hand der blutige Knochen genannt wird. Als staaten- und heimatlos gestrauchelter Seemann, Chaot, Loddel und Taxifahrer, begegnet er im Alter von 53 Jahren seiner Muse, in die er sich unsterblich verliebt, sie jedoch kurze Zeit später wieder verliert. Philosophierend taumelt er weiter durch den Keller des Lebens. Seine teilweise selbst erlebte Geschichte erzählt der Autor in der Gossensprache, die er gelernt hat und reflektiert damit das Leben im gesellschaftlichen Randzonenbereich. ..für viele unserer so unglaublich normalen, überschlauen Zeitgenossen, auf eine manchmal etwas vulgär formulierte Art zu schmutzig. Aber die Wahrheit ist nun einmal schmutzig.

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