Heinz-Walter Hoetter

Fünf humorvolle Gedichte

 

 

 

1. Das kleine Schwein

 

 

Da gibt es ein kleines Schwein, das grunzt gar nicht fein.

Aber was noch schlimmer ist, es stinkt ekelhaft nach Mist.

 

Das Grunzen kann man dem Schwein nicht abgewöhnen.

Sogar im Schlaf hört man es bisweilen schon mal stöhnen.

 

Doch der Gestank nach Mist, von dem habe ich die Nase voll.

Ich wasche das Schwein einfach mit dem Waschmittel Perwoll.

 

Doch lange hat der feine Geruch nicht angehalten, ich sehe es ein.

Das Schwein will einfach stinken, ich denke, es muss wohl so sein.

 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

***

 

 

2. So kann es sein, wenn die Welt mal anders ist

 

 

Ein böser Hund miaute eine Katze an.

Die bellte laut zurück, weil sie es kann.

 

Eine Kuh, die wollte mal ein Vogel sein.

Sie flog am Ende in einen Propeller rein.

 

Ganz früh am Morgen der Bauer laut kräht.

Der geile Gockel sich an der Bäuerin vergeht.

 

Ein Regenwurm frech einen Spatzen ergattert.

Eine Gans den Fuchs jagt, der ist verdattert.

 

Das Rennpferd gibt seinem Reiter die Sporen.

Das Ziel rennt davon, beide haben verloren.

 

Der blaue Himmel zieht an den Wolken vorbei.

Das Ei legt eine Huhn, dem Hahn ist's einerlei.

 

Ein Fluss fließt dem Wasser rauf und runter.

Da wiehern die Ziegen im Chor ganz munter.

 

Ganz oben auf dem Zwerg, da steht ein Berg.

Eine Leiche ist tot, sie hat es zu spät bemerkt.

 

Im Schlamm sich eine alte Sau heftig suhlt.

Im Hühnerstall der Iltis um die Hennen buhlt.

 

So kann es sein, wenn die Welt mal anders ist.

Sie wäre wohl zum Lachen und nicht so triest.

 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

***

 

 

3. Der Teufel hat eine Gabel mit drei Zacken

 

Der Teufel hat eine Gabel mit drei Zacken.

Die linke Zacke sticht er dir in die linke Arschbacke.

Die rechte Zacke sticht er dir in die rechte Arschbacke.

Und die mittlere Zacke, die sticht er dir tief in dein After.

Das glaubst du nicht? Doch, das schafft er.

 

©Heinz-Walter Hoetter

 

 

***

 

4. Die Esel

 

Es sprach ein Esel zu einem anderen:

Wir gehen in die Stadt zum Wanderen.“

 

Der andere Esel machte bald ne' Schnute:

Ne, ne, in der Stadt ist mir zu viel Getute.“


 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

***

 

 

5. Fuchs und Beutelratte

 

 

Es sprach der Fuchs zur Beutelratte: „Gestatte, dass ich dich begatte?“

 

Die Beutelratte aber sagte: „Nein, du schlaffe Matte, da oben auf der Felsenplatte steht mein Beutelratteehegatte, der hat ne’ größere Latte.“

 

Dem Fuchs fiel nichts mehr ein und ließ es sein.

 

 

©Heinz-Walter Hoetter

 

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Humorvoll schreibt der Autor über eine Kindheit im Jahr 1949 in einem kleinen Dorf in der damaligen "Ostzone".
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