Patrick Rabe

Wenn man fliegt

Wenn man fliegt, um frei zu sein, lebt man.

Wenn man fliegt, um zu seiner Liebsten zu gelangen, begehrt man.

Wenn man mit seiner Liebsten fliegt, liebt man.

Wenn man fliegt, um anderen Nahrung, Hoffnung, gute Botschaft und Hilfe zu bringen,

liebt man tiefer und hat die Verantwortung verstanden.

Wenn man fliegt, um zu töten und Bomben abzuwerfen, stirbt man oder ist schon gestorben.

 

 

Momente der Fremdheit im eigenen Körper, in der eigenen Seele. Antoine de Saint Exupery durfte nach seinen Fliegereinsätzen im ersten Weltkrieg noch bei einem Absturz in der Wüste den kleinen Prinzen kennenlernen, der ihn aus seinem tiefen Entsetzen über die eigenen Taten führte, und ihm den Weg zurück aus der Entmenschlichung hin zum Fuchs, zum Weizenfeld, und zu den Erzählungen von der Rose und dem Schaf auf seinem Planeten führte. Saint Exupery fand zurück zur Liebe, zur Freundschaft, zur Menschlichkeit, zum Schlagen seines eigenen Herzens und zur Versöhnung mit der inneren Weiblichkeit und Männlichkeit. Erst, als seinem inneren kleinen Prinzen auch noch die Rose abhanden kam (und ich glaube, das Schaf hat sie nicht gefressen...), war es für ihn zu spät. Hitlers Krieg, so kurz nach dem bereits verheerenden ersten Weltkrieg hat manche Seele nicht mehr verkraftet. Antoine de Saint Exupery wurde bei einem Fliegereinsatz abgeschossen.

 

 

© by Patrick Rabe, 29. April 2020

 

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