Hans Witteborg

Solange der Kopf noch drauf ist..


 

Solange der Kopf noch drauf ist.....

In Nürnberg auf dem Henkersteg
ging den vermutlich letzten Weg
der Delinquent, der in der Stadt
verurteilt für die böse Tat.
Da sprach er seinen Henker an:
du tötest gern, du böser Mann
und tust dies völlig unbedarft,
wirst aber dafür nicht bestraft.
Du tust dies ohne jede Reue
fast jede Woche wohl aufs Neue!
Es fragt sich, wer ist hier denn schlecht?
Ich find das wirklich ungerecht.
So kommst du sicher in die Hölle
ganz ohne Reue auf die Schnelle.
Ich sag dir was, gib mir dein Beil,
ich schlag den Kopf dir ab zum Heil,
danach magst du mich richten,
so muss das Volk auf das Vergnügen
nicht verzichten!
Und so geschah´s. Sehr zum Entsetzen,
musst man den Henker wohl ersetzen!
Wie ´s weiter ging ist nicht notiert.
Doch ist dies wirklich mal passiert!
Fazit: so lang der Kopf noch oben drauf,
gibt auch ein Delinquent nicht auf!

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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