Stefan Hoffmann

Dirty Stubenhocker

Hab mal wieder das Ziel verfehlt beim Pissen,
null Bock, die Pfütze auch noch aufzuwischen.
Keine Clementine macht bei mir clean,
in meiner Bude hausen Kerbtier-Kolonien.
Eine neuartige Spezies brütet unter meiner Lokusbrille.
Das wird so bleiben,
zum Saubermachen fehlt mir der Wille.

Ich bin der dirty Stubenhocker,
nehm die Sache mit Putzen locker.
In der Küche krieg ich die Füße kaum angehoben,
so klebrig ist bereits der Kachelboden.
Manchmal spukt es unter dem Tische.
Keine Panik,
das ist nur das Meeting der Silberfische.

Ich bin der dirty Stubenhocker,
nehm die Sache mit Putzen locker.
Meinen Namen verrat ich nicht,
nur Kuschelteddy kennt mein wahres Gesicht.

Da, wo Wanzen sich in den Schränken verschanzen,
Kakerlaken auf den Matratzen tanzen,
halt ich mein Domizil,
frei von Cillit Bang, Domestos und Pril.

Mir fehlt das Bestreben, Chaos zu beheben.
Glanz und Politur sind wider meiner Natur.
Hab ’ne Viertelmillion Freunde bei Facebook,
nicht einer von denen weiß von diesem Spuk.

Ich bin der dirty Stubenhocker,
nehm die Sache mit Putzen locker.
Meinen Namen verrat ich nicht,
nur Kuschelteddy kennt mein wahres Gesicht.

Meine Kochnische duftet wie ein Müllwagen,
um den Abfall kümmern sich die Maden.
Das Verlassen meiner Bude ist strengstens verboten,
Essen und Trinken bringen Lieferboten.
Ich wohn da schon seit einem Jahr,
Spinnweben gehören mit zum Inventar.

Im Café wartet Lisa jeden Tag
bei einer Tasse Mokka auf mich,
den dreckigen ...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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