Patrick Rabe

Stumpfsinniger Blödsinn aus dem Radio

 

oder

Warum ich anfing, Songs zu schreiben

 

Du singst dein Lied im Morgentau

und wedelst mit dem Schweife,

bist munter und bereit zu starten.

Wir wollen mit dir einig sein und sagen froh: "Genau!"

Dann ölst du uns mit deiner Seife.

 

Du gröhlst dir einen Grohl zurecht

und eine Waschmaschine,

kennst alle Promis ganz bestimmt persönlich.

du trinkst ein Bier mit Sloterdijk, und meierst mit Lars Precht,

am Abend bist du einsam und gewöhnlich.

 

Wenn Kunst nicht auch mal holprig ist,

und über Steine stolpert,

wird niemand ganz den Weg begreifen.

Warum ein Krieg vermeidbar ist, und du bist, wie du bist,

sie würden dich im Dorf zu Tode schleifen.

 

Der Neger drückt beleidigt sich

in dunklen Hauseingängen,

probiert den letzten Scheiß, den du ihm vormachst,

er stand als Bettelvagabund vor Dylans Tür, nicht seidig,

ihn mit dem Schneepflug in sein Haus zu drängen.

 

Wie du nun dieses Lied verstehst,

das sei dir überlassen,

die Sonne scheint, es locken junge Triebe.

Wenn du noch weiter in dich gehst, dann wirst du es nicht fassen:

Ein jeder scheitert, und es siegt die Liebe.

 

 

 

 

© by Patrick Rabe, 10. Mai 2020, Hamburg.

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Patrick Rabe:

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Gottes Zelt: Glaubens- und Liebesgedichte von Patrick Rabe



Die Glaubens-und Liebesgedichte von Patrick Rabe sind mutig, innig, streitbar, vertrauens- und humorvoll, sie klammern auch Zweifel, Anfechtungen und Prüfungen nicht aus, stellen manchmal gewohnte Glaubensmuster auf den Kopf und eröffnen dem Leser den weiten Raum Gottes. Tief und kathartisch sind seine Gedichte von Tod und seelischer Wiederauferstehung, es finden sich Poeme der Suche, des Trostes, der Klage und der Freude. Abgerundet wird das Buch von einigen ungewöhnlichen theologischen Betrachtungen. Kein Happy-Clappy-Lobpreis, sondern ein Buch mit Ecken und Kanten, das einen Blick aufs Christentum eröffnet, der fern konservativer Traditionen liegt.

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