Hanns Seydel
DIE WALDGEISTER IM ALTEN GRIECHENLAND
Im alten Griechenlande,
beschützt von Zeus und Hera,
der Bäume Geister schwirrten da
in jedem einzeln` Walde.
Unsagbar undurchdringlich
und unter Umständen unheimlich
waren Griechenlandes Geister,
die beherrschten die schönsten Wälder.
Ein lebender Baum, das war der Faun,
ein anderer lebender Baum der Satyrn.
Und unheimlich war`n die Alben,
die ebenfalls zu den Waldgeistern zählten.
Waldnymphen waren die Dryaden
und Baumnymphen die Meliaden.
Zu den Alben gehörten die Elfen,
eine Eigenart war`n die Plejaden.
Titania, der Elfen Königin,
war ein` gute Zauberin,
doch leider auch ein` Zauderin,
denn Handeln war nicht in ihr`m Sinn.
Wie die ander`n Geister der Natur
war`n Waldes Geister helfend nur.
Wenn Zeus wandert` durch den Wald,
des Waldes Geister kamen bald.
Und hatt` Zeus sich mal verirrt,
des Waldes Geister halfen ihm.
Denn kein Waldgeist war jemals verwirrt,
so kam Zeus dann wieder bestens heim.
Artemis, der Griechen Göttin der Jagd,
sie jagte nicht im Walde.
So bescheiden wie ein` Magd,
jagte sie in and`rer Kannte.
Während geisterhafte Vögel
über Bäumens Wipfel flogen,
Elfen trotz massivem Hagel
durch die dunklen Wälder zogen.
Nomadenhaft war`n Waldes Geister
und mehr als and`re leiser.
Geheimnisvoll wie dunkle Farben,
sie im Grunde waren !
( E N D E )
Hanns SEYDEL, 15.03.2020
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.05.2020.
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