Robert Müller

Liebe Frauen

Ein Freund hat mir vergangene Woche im Vertrauen gesagt
Frauen hätten sich darüber beklagt
meine Verse, die wären inhaltlich wohl korrekt
und auch sprachlich gesehen beinahe perfekt
doch sie entsprächen reinem Männerdenken
wohl mit der Absicht, mich selber zu beschenken

Für's erste: Ich kann eure Kritik mir gegenüber
-sie wirken allerdings wie ein kleiner Nasenstüber -
akzeptieren und sehr gut verstehen
Auch kann ich mit euch einig gehen
meine Verse sind vom Kopf her gesteuert
und weder von Liebe, noch von Zartheit befeuert

Woran das liegt? An meinen Gedanken, diesen oft wirren
wenn sie kommen und mir drohen, herum zu schwirren
anstatt in Ruhe und gesittet aufzutreten.
Wie oft hab ich sie dann gebeten
mir doch genügend Zeit zu lassen
um sie als ganzes zu erfassen
Um Ausgewogenheit zu kriegen
wenn nötig, was zurecht zu biegen
Nie konnt' ich lernen, wie Frauen denken
wie sie uns durch das Leben lenken.
Dieses Leben....oft kompliziert
Manchmal denk ich, dass sich's ziert

Es ist mir klar, ich muss noch lernen
Nicht was sich tut, fern, in den Sternen
was alles dort geschrieben steht
Nein, was hier unten vor sich geht
Ich weiss, ich steh in eurer Schuld
So bitt ich denn, habt noch Geduld
Die Zeit, so hoff ich, wird es richten
In Wirklichkeit und den Gedichten

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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