Mike Müller

Gevatter Tod

Ein junger Mann liegt alleine in einem Raum

Es ist dunkel, leises piepen, er glaubt es kaum

Er fängt an nach zudenken, richtig zu überlegen

Ein Unfall? Er wollte doch nur mit seiner Dame reden

 

Ein Auto, kommt ihm irgendwie in den Sinn

Angefahren, als ich über die Straße gegangen bin?

Er versucht sich zu erinnern, was war passiert

Alles voller Lücken, die Erinnerung, er sie verliert

 

Ihm wurde plötzlich schwarz vor Augen

Er glaubte man wolle ihm den Atem rauben

Die Sinne schwinden, ihm wird ganz heiß

Stechen in der Brust, ihm läuft der Schweiß

 

Was ihm fehlt, keiner konnte es sagen

Alles schnürt sich zu, Angst beginnt zu nagen

Eine Menge Tests und Untersuchungen

Alles wurde untersucht, Kopf, Bauch, selbst die Lungen

 

Alles scheint in weite Ferne zu rücken

Dunkelheit beginnt auf seinen Geist zu drücken

Dunkelste Schwärze scheint ihn zu umschließen

Wie eine Quelle im Berg, beginnt zu fliesen

 

Inmitten der Schwärze öffnet sich ein kleines Licht

Es ist so grell, es raubt ihm die Sicht

So schnell und plötzlich wie es auftauchte

Verschwand es wieder und eine rasselnde stimme hauchte

 

„Ich habe viele Namen, man nennt mich Sensenmann,

Freund Hein, Hades. Doch diese Namen, haben keinen klang.“

Eine Kapuzengestalt steht da, wirkt als ob sie ihn bedroht

„Ich bevorzuge den Namen, Gevatter Tod!“

 

Der Mann will fliehen, er will nur noch raus

Mit schrecken in den Augen, schreit er es hinaus

„NEIN, ICH WILL NICHT STERBEN!“

„Warum? Deine Welt liegt in Scherben.“

 

„Du selbst bist schuld, als du den Freitod gewählt hast.“

„Es war ein Fehler, ich sehe es ein. Zu schwer war für mich die Last!“

„Was dein Herz so begehrt, ich kann es dir geben.

Was du dir so wünschst, das ewige Leben!“

 

Er schaut ihn an mit verwirrtem Blick

„Du lügst, das ist doch bloß ein Trick!“

„Niemals lüge ich, merke dir dies gut.

Tausche mit mir den Platz. Hast du dafür den Mut?“

 

Keine Sekunde gezögert, nicht mal nachgedacht

Er willigt ein, plötzlich trägt er des Todes Tracht

Ein letztes Mal haucht die Stimme, „DU wirst nun wandeln, auf Erden!

Du wirst nie wieder Wärme spüren, nie wieder glücklich werden!“

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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