Horst Werner Bracker

Morgen, der Nacht

 
Am Morgen, der Nacht
 
Als sei seltsames Geschehen in dieser Nacht,
dass mich maßlos still und betrübt gemacht.
Im Morgen sah ich ein nasskaltes Grauen, -
mochte nicht aus dem Fenster schauen.
Regentropfen perlten, vom Fensterglas,
die Blätter des Walnussbaumes hingen Nass,
kein Windhauch rührte sie, an keinen Ast,
es schien mir, als sängen irgendwo geisterhaft,-
die Vögel, lustlos, gänzlich ohne Leidenschaft.
Ich schloss für einen Augenblick die Augen,
und lauschte ins Nichts, konnte nicht glauben:
Was hatte mich bedrückt, ein böser Traum?
Spürte die wohlige Wärme von meinem Bett,
Fixierte, das an der Wand hängende Jackett
und weigerte mich beharrlich auf zu, stehen!
Bär mein Hund, - wollte nach draußen gehen.
Ich kraulte seinen Kopf, »einen Augenblick noch!«
»Schau aus dem Fenster Bär, schau doch!« –
Wie kalt und nass der neue Tag begonnen hat.
Regen fällt ohn‘ unterlass, schlapp hängt jedes Blatt.
Doch Bär gab keine Ruhe, es pressierte wohl zu sehr.
Die Blase gefüllt, drückte ihm, sie musste leer.
Mit Schwung warf ich die Beine aus dem Bett, -
ich trat ans Fenster, was ich sah, eine Sphärenpracht.
Die Sonne schien, - des Gartens ganze Blütenpracht
Offenbarte sich meinen Augen, die, die Schönheit lieben,
und alles Hässliche, böse und Widerwertiges, lässt obsiegen.
Meine Seele fand ihr Gleichgewicht, im Heiteren schnell, -
die Sonne schien vom blauen Himmel, der Tag, warm und hell.
Trübsinn verdrängte die Lust am Leben nicht mehr.
Ich umarmte meinen Hund »Bär«, seine Blase war leer!
Der Tag konnte beginnen, nichts, was uns stören könnte.
Es gab nichts, was unsere Freude an diesen Tag hemmte!
Das Leben ist schön, ist die Sonne auch mal nicht zu sehen!
Oder?
Bär!
*
(15.05.2020 E Storie)
 
 
 
 
 
 
 
 

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