Horst Fleitmann

Smalltalk mit meiner Katze

Ich hab mich zu meiner Katze gesetzt
ganz ernsthaft, wollt' ich mit ihr sprechen.
Zuerst da war sie so ziemlich entsetzt
doch dann kam das Eis schnell zum brechen.

Wir haben gleich einen Smalltalk gehalten,
interessant war für mich ihre Ansicht,
zum Futter und meinen Verfügungsgewalten
und ob die Geschmacksrichtung Kalb ihr entspricht.

Bisher hätte sie absolut nichts gesagt,
weil der ihr servierte Fraß ganz gut schmeckt.
Jedoch hat das Dosenkalb ihr nicht behagt
es hätt' nur ihr Missfallen plötzlich geweckt.

Beschwerde wolle sie nicht weiter führen
sie merke, wir würden das Mögliche tun.
Nur gegen einige meiner Allüren
wär' sie als Katze so gar nicht immun.

Was das denn sei, fragte ich unsre Fluse
(so haben wir sie seit dem Einzug genannt).
Da wären so einige Dinge,... abstruse,
gab sie mir sehr wohlgefällig bekannt:

Und über die Couch könnt ich gerne verfügen
dann, wenn sie jemand ausführlich bespielt.
Zum Sitzen sollt' ich mich anders Vergnügen
wobei sie ganz lässig zum Küchenstuhl schielt.

Auch würde sie täglich gern Stunden gekrault
und Fußball im Fernsehen, den liebte sie nicht.
Ich hätte bei Toren abscheulich gejault...
bei ihr wäre Ruhe die oberste Pflicht.

Das wären, meint sie, doch die einfachsten  Regeln
Beachtung derselben könnt' schwer ja nicht sein.
Dann schickt sie sich an auf die Couch sich zu flegeln.
Mit fiel nach dem Smaltalk so gar nichts mehr ein.

 

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