Robert Müller

Die Macht der Gedanken - Teil 2

Ich weiss es, ich spür es, bist immer noch hier
Du bist in der Nähe, Du schwebst über mir
Ich kenn dich, ich kenn auch all deine Brüder
Viele sind feinfühlig, andre sind rüder
Doch alle sind nun mal, genau so wie Du
sind sie einmal hier, sie geben nie Ruh
Ihr schaut auch ohne mein Ja-Wort vorbei
Ich weiss, ihr meint, ihr Gedanken seid frei

"Zwischen dir und uns Brüdern besteht ein Vertrag
Nur darum erscheint immer einer bei Tag..."

...."und bleibt oft bis in den nächsten Morgen hinein
Gerade letzteres, das darf nicht mehr sein."

"Du hast uns vor Jahren um Hilfe gebettelt
Wir sind gekommen, konzentriert, nie verzettelt
Haben dich in alle Richtungen begleitet
und auch aus allen Verwirrunen geleitet
Und wäre nicht täglich einer gekommen
was hättest Du denn ohne uns unternommen?
Du hättest wohl kaum eine Zeile geschrieben
und deine Tage mit Trübsal vertrieben
Möchtest Du Verslein zum Leben erwecken
dann darfst Du dich nie vor Gedanken verstecken."

"Um Verse zu schreiben, oft fehlt mir die Lust
Mich zwingen zu wollen, bringt mir dann nur Frust
Und zudem verlangen die Pflanzen nach Erden
Dann will das Auto gewaschen werden
Der Kühlschrank, der steht schon seit Tagen leer
Die Waschmaschine funktioniert nicht mehr
Wollbündel fliegen durch alle Zimmer
und an den Fenstern hängt klebriger Schimmer

Ihr lieben Gedanken, seid bitte nich böse
wenn ich den getroffenen Vertrag mit euch löse
Ich bin in letzter Zeit alt geworden
und will nicht plötzlich überborden
Ich werde keine Gedichte mehr schreiben
und nichts mehr bis zum Wahnsinn hin treiben
Ihr könnt mich später gerne besuchen
dann zu Kaffee und köstlichem Kuchen
und zu einem leichten - wie wir's kennen -
und als Gedanken-Austausch benennen."

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.06.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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