Ernst Wetzel

Der Wille - Todesverse

Der Wille

Ein hilfloser Mensch liegt da,
um ihn ist es so stille.
Wird Gottes Wille dennoch wahr ?
Der Tod, ist es sein Wille ?

Es liegt in Gottes gnäd’ger Hand,
einen Menschen zu sich zu nehmen.
Den Tod, den er allein erfand,
wird seine Hinterblieb’nen lähmen.

Er ist ein von uns gefürchteter Feind,
der Tod, er wird uns einmal haben.
Auch ich muss mal sterben, so Gott es meint,
in den Tod wir letztendlich alle traben.

Wenn schmerzerfüllt wir Abschied nehmen,
am Grabe nun verlassen stehn.
Wer weiß, ob wir Gottes Segen bekämen,
wenn wir einmal von Erden gehn.

Dieses Gedicht "Der Wille" habe ich als 16Jähriger einen Tag vor und in Erwartung des Todes meines Pflegevaters sehr spontan formuliert.
Meine Pflegemutter, die liebe "Tante Martha", und ich haben bis zuletzt versucht, ihm das Sterben daheim zu ermöglichen.
Dies führte zu enormen Belastungen für uns beide, musste sein Bett doch mehrmals täglich umgezogen werden.
Er verlor im Rahmen seiner Krankheit 20 kg seines Gewichts und konnte gegen Ende seines Lebens nichts mehr innehalten.
Sein Tod erschien auch uns als Erlösung.
Ich habe die Gedichte von Ernst Stege "Die Planetenballade" und "Der Himmelsstürmer" auf dieser Plattform seinem Wunsch nach veröffentlicht.
Ich fand sie endlich - nach über 50 Jahren - beim Aufräumen im Keller, u.a. mit früheren Fotoalben und seinem Totenbrief, in dem ich "Der Wille" im Original hinein gelegt hatte ... .
Ernst Wetzel, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.06.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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