Hanns Seydel

DER WEG ZUM ERFOLG


( gewidmet in Dankbarkeit Margit Farwig und Adalbert Nagele )

"Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort."
(Schiller: "Das Lied von der Glocke", 2. Strophe, Anfang)




Schwer und steinig ist der Weg
vom Dilettanten bis zum Könner.
Der Anfang ist ein schmaler Steg,
das Ende zeigt den Kenner.
So sehr sehnt sich seine Seel`
nach Anerkennung im Revier !
Aufgeb` wäre nur verfehl`,
er bleibt stur wie nur ein Stier.

Lehrjahr` sind kein` Herrenjahr`,
im Beruf wie in der Kunst.
Der Drang zum Können ganz und gar
kennt nicht des Negativen Dunst.
Und schwungvoll ist der Trieb zum Können,
das Höchste will man kennen.
Und Größtes wird dann dort geboren,
das Mittelmaß, es ist gestorben !

Kritik, sie soll nur fruchtbar sein,
durch sie LERNEN, das ist fein.
Meister "fallen nicht vom Himmel",
sie lernten einst im groß` Gewimmel.
Lange dauerts bis zur Meisterschaft,
Lernen heißt die dauernde Devis`.
Investiert wird ganze Geisteskraft
auf Verstandes weiter Wies` !

Die ersten Werke werden abgelehnt,
die Kritik erkennt die Schwächen.
Formal nur sinnlos ausgedehnt,
das Frühwerk ist nur blechern.
Doch dann, es setzt die Reife ein,
das wertvoll` Spätwerk, es entsteht.
Der Meisterschaft vollendet` Schein
ist wie ein Lob, das nie vergeht !

Und hat man sich entwickelt
vom Stümper einst zum Könner jetzt,
man sich nicht mehr dann verzettelt
und Kritik, sie hatte NICHT verletzt !
Die Anerkennung, sie ist da,
der Erfolg ist greifbar nah !
Und siehe, die Kritik bekundet :
Könners Werk, es wird bewundert !!

( E N D E )
Hanns SEYDEL, spontan entstanden am 08.06.2020




"Das ist`s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand."
(Schiller: "Das Lied von der Glocke", 2. Strophe, Schluss)













 

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