Frank-Ulrich Meinhard

Der Kneipenhund


Der Kneipenhund
Der Kneipenhund schläft lange in den Tag hinein.
Und wenn er aufsteht, dann im ersten Abendschein.
Um 5 Uhr wirklich nie,
um 6 Uhr, das wär früh,
dann schüttelt er sich schnell, um wieder fit zu sein.

Er läuft zum Stammlokal und braucht hier gar kein Geld.
Er kriegt dort nichts, es ist ganz gleich was er bestellt.
Denn wenn er trinkt, vergisst
er jedes Maß und pisst
an jedes Stuhlbein, was den Wirt doch sehr missfällt.

Doch damit hat der Kneipenhund sich arrangiert.

Er ist mit einem Pokerspieler still liiert.
Und wenn die Runde spielt,
sitzt er dabei und schielt
auf fremde Karten. So ist klar, wer nie verliert.

Mit Zeichen setzt den
Kompagnon er auf die Spur:
Die Pfote einmal heben heißt: Der blufft
doch nur.
Hecheln heißt: Full House,
blinzeln: spiele aus!
Ein Knurrer deutet an: Erhöh und bleibe stur.

Und wenn ein fremder Spieler den Betrug erahnt,
dann wird er vom Betrüger rüde abgemahnt:
"Für Argwohn ist kein Grund!
Das ist doch nur ein Hund!"
Vielleicht habe der andre ja Betrug geplant!

Die Pokerrunde dauert so bis 3, bis 4.
Und endlich kriegt der Kneipenhund als Lohn sein Bier.
Der
Kompagnon ist froh,
sein Helfer ebenso
und beide gehn zufrieden aus der Kneipentür.

 

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