Brigitte Primus

Die Moorhexe

                                                  Kappel,16.6.2020

Die Moorhexe

Mitternacht Gespensterzeit,
dichter Nebel treibt umher.
Kein Mensch zu sehen weit und breit,
die Luft ist drückend,feucht und schwer.

Dann zerreißt ein Schrei die Nacht,
selbst Fledermäuse fliegen fort.
Die Moorhexe ist nun erwacht,
an diesem grauenvollen Ort.

Denn nun vor fast fünfhundert Jahren,
wurd' sie vom Schicksal heimgesucht.
Denn Unrecht ist ihr widerfahren,
drum hat sie diesen Ort verflucht.

Bedienstete war sie am Hofe,
zudem die Schönste noch im Land.
Sie war der Herrin erste Zofe,
war fleißig ging ihr stets zur Hand.

Ihr Herr jedoch wollt' sie berühren,
sie wehrte sich doch er war kalt.
Sie ließ sich nicht von ihm verführen,
so nahm er sie dann mit Gewalt.

Die Untat blieb nicht folgenlos,
so sprach es sich herum geschwind.
Des Herren Sorge war sehr groß,
denn sie erwartete sein Kind.

So handelte er dann sofort,
er wollte seine Frau nicht kränken.
Die Lösung war ein Meuchelmord,
er ließ die Zofe dann im Moor ertränken.

Zuvor sprach sie den Fluch noch aus,
" Kein Kind soll hier je überleben!"
Der Fluch traf schließlich jedes Haus
Kinder hat's hier nie gegeben.

Die Jahre zogen über's Land,
seit jener unheilvollen Nacht.
Auch das kleine Dorf verschwand,
nur die Moorhexe hält Wacht.

( c ) Brigitte Primus 

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