Hanns Seydel

DER RAUB DER SABINERINNEN


(Teil 2 von 2 über die Frühphase Roms gemäß Mythologie)

Der tiefe Sinn der Sagenwelt
scheint für den Autor wie bestellt.
Ihn beeindruckt die Thematik
mit ihrer Systematik :
Als Romulus nach Hause kam,
in Gedanken an den Mord am Bruder,
voller Trauer war sein Herz sodann,
fast kämen Pläne aus dem Ruder.

In sich selbst ganz ernst versunken,
Romulus war nicht mehr feuertrunken.
Den Zwillingsbruder, er getötet hat,
jeden Zwist, er hatte satt.
Doch Leben, es geht weiter,
das Glück soll werden breiter.
Und Romulus erschrocken sah :
Es fehlt der Frauen Schar.

Denn viele Römer sehnten sich
nach einer hehren Frau.
Der Römer Trieb, er sprach für sich,
das starke Rom war niemals lau.
Und Romulus, er sandte aus
Römer in die Gegend.
Sie gingen dort von Haus zu Haus,
ihr Afutritt war bewegend.

Die Nachbarn wurden eingeladen
zum Fest im neuen Rom.
Doch Romulus war auch verschlagen,
er war des Marsens schlauer Sohn.
Des Romes nächste Nachbarn,
das waren die Sabiner.
In ihrer Tracht, sie kamen an
und waren dann Genießer.

Auf einmal warfen sich die Römer
auf der Sabiner hehre Töchter.
Die Sabinerinnen waren froh,
denn ihr Leben war jetzt nicht mehr roh.
Mit einem riesengroßen Heer,
das fast so groß war wie ein Meer,
die Sabiner kamen wieder,
um Rom zu metzeln nieder.

Der Kampf, der dann entbrannte,
war heftiger als jeder Krieg.
Und Jeder, er erkannte :
Gewinnen kann man nur durch Sieg.
Sie schwangen die Schwerter so wuchtig,
dass Frauen heulten heftig.
Die Sabiner wollten Rache
und jeder ward zum Drache.

Immer intensiver ward das Toben,
krasse Wucht, sie kam von oben.
Denn ein strömend starker Regen
konnte alles nicht beenden.
Das Ende war noch nicht in Sicht
und nirgends war des Friedens Licht.
Selbst finsterste Gewitterwolken
nicht hinderten die Kampferprobten.

Sogar der Blitze stärkste Strahlen,
die mit ihrer Drohung düster prahlten,
die Kämpfenden nicht hielten auf,
das Töten kam ganz krass zu Hauf.
Das Gewitter, es derb donnerte
und Keiner daraus folgerte,
dass die Gewalten der Natur
gefährlich sind ganz pur.

Selbst gefährlich üble Raben,
die plötzlich dort am Himmel waren,
nicht endeten den Kampftumult,
denn alle wollten Siegerkult.
Durch unvorstellbar starke Wut
war überall nur grelle Glut.
Hasserfüllt die Herzen waren,
Rachedurst war dort am Nagen.

Riesenflüsse reinen Blutes
zeigten dort nichts Gutes.
Durch Blut, es ward der Boden rot
und war ein Sinnbild größter Not.
Da gings um Leben oder Tod,
am Tiber war kein Rettungsboot.
Flucht war dort nicht möglich,
das Leid, es war nur kläglich.

Die Frauen hielten an den Atem,
als sie sahen ihre Gatten,
die mit entfesselter Gewalt
vor Nichts, sie machten Halt.
Die Sabinnerinnen, sie dann riefen :
" Das Blut, es soll nicht weiter fließen !
Wir bleiben bei den Römern,
Keiner soll sich feindlich nähern ! "

Und gleichzeitig, man glaubt es kaum,
das Gewitter ging vorbei.
Für Ruhe war nun endlich Raum
und Versöhnung kam herbei.
Den flehenden Bitten der Frauen
die Kämpfenden vertrauten.
Und Titus Tatius, der Sabinerfürst,
gab Romulus die Hand zuerst.

Und Römer wie Sabiner
friedlich waren dann.
Sie wollten Glück für immer,
sie waren in der Frauen Bann.
Die Sabinerinnen waren ganz gelöst
und von allem Feindlichen erlöst.
Für ihre Männer sie sich schmückten
und freuten sich schon auf Beglücken.

Und als die Römer sahen sie,
die Freude, sie vergaßen nie.
Mit richtig starker Leidenschaft
ward ausgefahren ganz viel Kraft.
Dies gelungene Gedicht
ein wichtges Werk des Autors ist.
Des Autors Achtung vor der Lyrik
wird übertroffen von Dramatik !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 05.08.2019
(Werk 015)















































































































































































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